040 - 59101 - 0
Kontakt

Beweglich bleiben trotz Parkinson – so gelingt’s

Bleiben Sie in Bewegung – mit den Parkinson-Übungsvideos von DESITIN

Die Parkinson-Übungsvideos wurden gemeinsam mit führenden Expertinnen und Experten der Paracelsus Elena Klinik Kassel entwickelt. Sie zeigen leicht umsetzbare Übungen für den Alltag – von aktivierenden Sitzübungen über stabilisierende Balance- und Kraftübungen bis hin zu praktischen Tipps für mehr Selbstständigkeit. Bewegungstherapeut Christoph Klein führt Sie Schritt für Schritt, verständlich und motivierend durch alle Übungen.

Regelmäßige Bewegung kann Ihnen helfen, mit Parkinson möglichst lange aktiv, selbstständig und beweglich zu bleiben. Die Diagnose Parkinson ist keine Sackgasse: Sie können selbst viel tun, um Ihre Lebensqualität zu erhalten. Gezielte Übungen können die Parkinson-Symptome lindern, die Beweglichkeit verbessern und das Wohlbefinden fördern.

„Regelmäßige Bewegung ist ein entscheidender Teil der Parkinson-Therapie. Sie kann den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen und hilft, länger aktiv und selbstständig zu bleiben. Sie verbessert nicht nur die Beweglichkeit, sondern wirkt sich auch positiv auf Stimmung, Konzentration und Selbstvertrauen aus. Zudem kann Sport die Entzündungsvorgänge im Körper reduzieren“

Prof. Dr. Brit Mollenhauer, Chefärztin Paracelsus Elena Klinik Kassel

Perfekt vorbereitet für die Parkinson-Übungsvideos

Klären Sie vor Beginn der Übungen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob diese Bewegungsübungen für Sie geeignet sind oder ob gesundheitliche Gründe dagegen sprechen.

Bitte beachten Sie: Die Übungsvideos ersetzen keine ärztliche Therapie oder physiotherapeutisch angeleitete Behandlung. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, welche weiteren Therapien für Sie sinnvoll sind.

Achten Sie während der Übungen auf Ihr Wohlbefinden:

  • Beenden Sie die Übung, wenn Sie Schmerzen, Schwindel oder Unwohlsein verspüren.
  • Atmen Sie ruhig und gleichmäßig – halten Sie die Luft nicht an bzw. pressen Sie nicht zu stark beim Ausatmen.
  • Tragen Sie feste, rutschfeste Schuhe oder üben Sie barfuß auf einer rutschfesten Unterlage (z. B. Yogamatte).
  • Bei allen Übungen im Stehen oder Gehen können Sie sich an einer Wand oder Stuhllehne abstützen.  

Hinweise für Ihr Training

  • Schalten Sie den Ton Ihres Computers an.
  • Folgen Sie den Anleitungen des Bewegungstherapeuten im Video.
  • Wiederholen Sie die Übungen so oft, wie es empfohlen wird.
  • Machen Sie die Übungen in Ihrem eigenen Tempo – ohne Druck.
  • Gönnen Sie sich Pausen, wenn Sie merken, dass Sie eine brauchen.
  • Bleiben Sie regelmäßig dran: Schon kurze Einheiten – am besten zu festen Zeiten – helfen, beweglich zu bleiben.

Die Parkinson-Übungsvideos im Überblick

Folge 1 – Aktiver werden: Leichte Übungen im Sitzen

In diesem Video zeigt Bewegungstherapeut Christoph Klein leichte Übungen, die Sie bequem im Sitzen ausführen können – auf einem Stuhl, Hocker oder im Rollstuhl. Die Übungen kräftigen die Muskulatur Ihres Oberkörpers, Ihrer Arme und Ihres Schulter-Nackenbereiches und helfen, Verspannungen zu lösen und vorzubeugen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Folge 2 – Standfester werden: Stabilisierende Übungen im Stehen

In diesem Video begleitet Sie Bewegungstherapeut Christoph Klein bei Übungen im Stehen, mit denen Sie Ihr Gleichgewicht trainieren und Ihre Standfestigkeit verbessern können. So können Sie mehr Sicherheit und Stabilität in typischen Alltagssituation gewinnen, etwa beim Anziehen oder Kochen, und können Stürzen wirksam vorbeugen.

Sie brauchen dafür keine Hilfsmittel. Wenn Sie möchten, können Sie sich zur Unterstützung an einer Wand oder Stuhllehne abstützen.  

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Folge 3 – Kräftiger werden: Fortgeschrittene Übungen im Stehen und Sitzen

Bewegungstherapeut Christoph Klein führt Sie in diesem Video durch etwas intensivere Kraftübungen im Stehen und Sitzen. Sie trainieren mit mehr Spannung und stärken gezielt Ihre Muskulatur – für mehr Kraft, Stabilität und Sicherheit im Alltag. Stellen Sie sich für die Übungen einen Hocker oder Stuhl bereit.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Folge 4 – Sicherer gehen: Koordinierende Übungen Schritt für Schritt

In diesem Video zeigt Bewegungstherapeut Christoph Klein gezielte Übungen, mit denen Sie Ihr Gehen stabiler und sicherer machen können. Trainieren Sie Bewegungsabläufe, die Ihnen drinnen wie draußen helfen, mobil und aktiv im Alltag zu bleiben. Stellen Sie sich für die Übungen einen Stuhl bereit oder üben Sie in der Nähe einer Wand, um sich bei Bedarf abstützen zu können.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Folge 5 – Den Alltag meistern: Praktische Übungen für jeden Tag

Mit Parkinson können viele alltägliche Bewegungen herausfordernd sein – etwa eine Tasse anheben, Knöpfe schließen oder bestimmte Worte und Laute klar sprechen. In diesem Video führt Sie Bewegungstherapeut Christoph Klein durch einfache, gezielte Übungen, mit denen Sie Ihre Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Sprechmotorik verbessern können – für mehr Selbstständigkeit im Alltag. Für diese Übungen benötigen Sie einen Stuhl oder Hocker, ein Tuch sowie einen Schaumstoffball bzw. trockenen Spülschwamm.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Übungen für Feinmotorik- und Mimik

Diese Übungen fördern Ihre Fingerfertigkeit und Ihren Gesichtsausdruck. Schon wenige Minuten täglich reichen aus, um Fortschritte zu erzielen. Jede Übung stärkt Ihre Selbstständigkeit und Ihr Geschick im Alltag.

Bleiben Sie dran – Sie können selbst viel bewirken!

Anleitungen zu den Feinmotorik und Mimik-Übungen zum Download

Warum Bewegung so wichtig ist – gerade bei Parkinson

Bewegung ist ein wichtiger Teil der Parkinson-Behandlung. Medikamente können viele Symptome lindern, doch manche Beschwerden lassen sich vor allem durch eine gezielte Bewegungstherapie verbessern. Dazu zählen zum Beispiel Schwierigkeiten beim Sprechen, Gehen, Stehen oder Halten des Gleichgewichts sowie eine veränderte Körperhaltung. Auch Gelenkschmerzen, die durch die Bewegungsstörung entstehen, können sich durch Krankengymnastik und physikalische Therapie oft bessern.

Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur, verbessert Ausdauer, Beweglichkeit und Geschicklichkeit – und hilft, möglichst lange aktiv und selbstständig zu bleiben. Ein individuell abgestimmtes Übungs- oder Sportprogramm mit Elementen aus Krankengymnastik, Ergotherapie oder Bewegungsbädern kann außerdem typische Parkinson-Beschwerden wie Zittern, Muskelschmerzen oder Steifigkeit lindern.

Darüber hinaus wirkt Bewegung auch auf das seelische Wohlbefinden: Sie verbessert die Körperwahrnehmung, erhöht die Belastbarkeit und kann helfen, Stimmungsschwankungen vorzubeugen.

Kurz gesagt: Wer sich bewegt, fühlt sich körperlich fitter – und meist auch seelisch ausgeglichener.

Welche Übungen oder Sportarten sind sinnvoll?

Grundsätzlich gilt: Jede Bewegung hilft.

Welche Übungen oder Sportarten für Sie persönlich geeignet sind, hängt von Ihrer Fitness und eventuellen Vorerkrankungen ab. Ob Gymnastik, Yoga, Nordic Walking oder Tanzen – wichtig ist, dass es Ihnen Freude macht und regelmäßig durchgeführt werden kann. Auch Alltagsaktivitäten wie Spazierengehen, Gartenarbeit oder kleine Dehnübungen zwischendurch tragen zur Beweglichkeit bei.

Wann und wie fange ich nun an?

Wenn Bewegung oder Sport bisher keine große Rolle in Ihrem Alltag gespielt haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen. Schon kleine Schritte können viel bewirken. Warten Sie nicht, bis Ihre Beschwerden stärker werden – Bewegung hilft in jedem Stadium der Erkrankung.

Beginnen Sie mit einfachen Übungen, zum Beispiel zur Verbesserung Ihrer Körperhaltung, oder machen Sie regelmäßig Spaziergänge. Wichtig ist, dass Sie in Bewegung bleiben.

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, welche Aktivitäten zu Ihrer körperlichen Belastbarkeit passen und mögliche gesundheitliche Einschränkungen berücksichtigen. Auch Ihre Physiotherapeutin oder Ihr Physiotherapeut kann Sie bei der Auswahl geeigneter Übungen unterstützen.

Planen Sie regelmäßig Zeit für Bewegung ein – am besten zwei- bis dreimal pro Woche für etwa 15 bis 60 Minuten. Schon ein kurzes Übungsprogramm am Morgen kann helfen, Steifigkeit zu verringern und den Tag beweglicher zu starten.

Nutzen Sie auch die Angebote von Parkinson-Sportgruppen oder Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe. Gemeinsames Training motiviert, macht Spaß und sorgt für regelmäßige Bewegung.

Das Wichtigste: Bleiben Sie dran und haben Sie Freude an der Bewegung. Denn regelmäßige Aktivität ist der beste Weg, um Kraft, Beweglichkeit und Selbständigkeit zu erhalten.

Kann ich mich überfordern?

Motivation ist wichtig – vermeiden Sie jedoch Überforderung. Hören Sie auf Ihren Körper und bleiben Sie zu Beginn lieber etwas unter Ihrer persönlichen Belastungsgrenze. Wenn Sie zum Beispiel mit Mühe eine halbe Stunde Nordic Walking schaffen, starten Sie zunächst mit etwa 15 Minuten und steigern Sie sich langsam. So kann sich Ihr Körper an die Bewegung gewöhnen.

Treten während des Trainings Schmerzen, Schwindel oder andere Beschwerden auf, beenden Sie die Übung und sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Ihr Körper gibt Ihnen wichtige Signale – achten Sie darauf.

Wie oft sollte ich üben?

Im Allgemeinen wird empfohlen, zwei bis drei Bewegungseinheiten pro Woche durchzuführen, je nach Kondition 15 bis 60 Minuten lang. Sehr hilfreich sind auch Übungen im warmen Wasser. Dort können sich Ihre Muskeln leichter entspannen und der Wasserwiderstand hilft, sie sanft zu kräftigen.

Viele Übungen in der Turnhalle oder zu Hause helfen Ihnen, leichter in Bewegung zu kommen, indem Sie das Gehen mit großen Schritten trainieren oder das Dehnen Ihrer Muskeln. Musik oder rhythmische Bewegungen können Ihnen dabei helfen, im richtigen Takt zu bleiben und das sogenannte Einfrieren („Freezing“) zu vermeiden. Auch Dehnungsübungen sind sinnvoll, um Ihre Körperhaltung und Bewegungskoordination zu verbessern.

Wenn Sie sich unsicher auf den Beinen fühlen, führen Sie die Übungen im Sitzen durch oder stützen Sie sich an einer Wand oder einem Stuhl ab. So trainieren Sie sicher und vermeiden Stürze.

Mehr für Parkinson-Patientinnen und Patienten

Um den Alltag als Patient/in bzw. Angehörige/r zu erleichtern,
bieten wir Ihnen umfangreiche Informationen.

INFOMATERIAL
Broschüren & Downloads

PRODUKTE
Übersicht & Informationen

ZENTREN FINDER
Hilfe in Ihrer Nähe

WISSENSWERTES
Informationen zur Erkrankung