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Erste Hilfe bei epileptischen Anfällen

Ein epileptischer Anfall kann auf den ersten Blick angsteinflößend aussehen. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, was genau Patient*innen dabei erleben, welche Gefahren drohen und wie man darauf reagieren sollte. Epileptiker*innen wird zudem geraten, ständig einen Notfallausweis mit sich zu führen, auf dem Kontaktpersonen, eventuell einzunehmende Notfallmedikamente und weitere Informationen hinterlegt sind. Ersthelfer*innen sollten dementsprechend nach diesem suchen und fragen.

Zuerst gilt es, einige Grundregeln bei der ersten Hilfe zu beachten. Die meisten epileptischen Anfälle klingen nach einigen wenigen Minuten von allein ab. Es ist wichtig, die Patient*innen vor Verletzungen am Kopf zu schützen und gegebenenfalls aus einer Gefahrenzone zu bringen, wenn der Anfall z. B. beim Überqueren einer Straße auftritt. Diese Regeln gelten insbesondere bei konvulsiven Krampfanfällen wie generalisierte tonisch-klonische Anfälle.

Grundregeln:

  • Ruhig bleiben.
  • Auf die Uhr schauen und Beginn des Anfalls merken, ebenso wie das Ende.
  • Bei den Patient*innen bleiben und sie beruhigen, wenn sie (wieder) bei Bewusstsein sind.
  • Verletzungen verhindern, vor allem am Kopf. Am besten etwas Weiches unter den Kopf legen.
  • Den/Die Patient*in dabei niemals festhalten oder Krampferscheinungen unterdrücken.
  • Die Dauer des Anfalls messen und den Ablauf möglichst genau dokumentieren.
  • Es kann sein, dass die Patient*innen Ihren Unmut äußern oder Ihre Hilfsversuche abwehren. Auch dabei sollten Sie sanft bleiben und die Patient*innen trotzdem nicht alleine lassen.
  • Bleiben Patient*innen auch nach dem Anfall bewusstlos oder schlafen ein, ist das okay, solange die Atmung normal funktioniert. Falls Sie verunsichert darüber sind, wie Sie nun weiter vorgehen sollen, dann rufen Sie einen Notfallkontakt der Betroffenen an. Epileptiker*innen haben meistens einen Notfallausweis bei sich, auf dem Ansprechpartner*innen für den Notfall vermerkt sind.

Erste Hilfe während des Anfalls:

  • Nicht beatmen (auch nicht beim Bewusstseinsverlust in der tonischen Phase).
  • Nicht versuchen, die Patient*innen aufzurichten.
  • Nichts zu Trinken anbieten (erst nach dem Anfall).
  • Brille abnehmen und beengende Kleidungsstücke am Hals öffnen, sofern dies sanft und ohne Hektik möglich ist.
  • Im Raum Platz schaffen und alles wegräumen, was im Weg ist.
  • In der Öffentlichkeit möglichst von Schaulustigen abschirmen, aber ohne den Patient*innen zu viel Raum zu nehmen.
  • Niemals etwas zwischen die Zähne schieben, auch nicht beim Biss auf die Zunge.
  • Wenn möglich eine Videoaufnahme mit dem Handy erstellen. Dies hilft dem Arzt bei der Diagnosestellung.
  • Ist keine Videoaufnahme möglich, dokumentieren Sie die Dauer, die prägnantesten Symptome und den Ablauf des epileptischen Anfalls (Kaubewegungen oder andere Automatismen, welche Muskelgruppen zucken oder Krampfen, ging dem großen Anfall eine Aura voraus, z. B. eine veränderte Geruchswahrnehmung)
  • Kommt es bei fokalen Anfällen zu Automatismen, so kann es sinnvoll sein, gefährliche Gegenstände aus der Hand der Betroffenen zu entfernen und sie aus Gefahrenzonen fernzuhalten. Auch dabei sollte man aber keinesfalls grob oder hektisch vorgehen. Es kommt während Automatismen, Auren oder Absencen selten zu Verletzungen.

Erste Hilfe nach dem Anfall:

  • Bieten Sie Ihre Hilfe fortlaufend an, bis die Betroffenen sich erholt haben, aber drängen Sie nicht. Bieten Sie zum Beispiel Begleitung, Sitzmöglichkeiten oder den Anruf eines Arztes oder eines Notfallkontaktes der Patient*innen an. Akzeptieren Sie aber auch, wenn Patient*innen diese Hilfsangebote ablehnen.
  • Oft kommt es nach Anfällen zur Amnesie für die Dauer des Anfalls. Gerade bei kurzen Anfällen wie Absencen, die nur wenige Sekunden anhalten, ist es wichtig, dass Sie die Betroffenen danach über ihren Anfall informieren, damit sie diesen in einem Anfallskalender festhalten und Angehörige oder Ärzt*innen darüber informieren können. Erzählen Sie den Patient*innen möglichst genau wie ihr Anfall ablief.
  • Betroffene nicht allein lassen, bis die Verwirrtheit nachgelassen hat und sie sich wieder orientieren können. Auch Sprachstörungen sind ganz normale Nebenwirkungen. Reden Sie ruhig mit den Betroffenen weiter.
  • Bleiben die Patient*innen auch nach dem Anfall zunächst bewusstlos, dann Atemwege auf Erbrochenes und Speichel prüfen und davon befreien und Person spätestens jetzt in die stabile Seitenlage bringen. Denn das ist während des Anfalls nicht immer möglich.

In der Regel hört ein großer Anfall (Grand Mal, generalisiert tonisch-klonischer Anfall) nach ca. 2-4 Minuten von selbst auf; er ist trotz seines bedrohlichen Aussehens nicht lebensgefährlich. In den allermeisten Fällen ist während eines großen Anfalls eine ärztliche Maßnahme nicht erforderlich. Dauert ein solcher Anfall aber länger als gewöhnlich (länger als 5 Minuten), so spricht man vom Status epilepticus. In diesem Fall müssen besondere Maßnahmen zur Unterbrechung des Anfallsgeschehens ergriffen und der Notruf gewählt werden. Das gilt nicht für Auren oder Absencen. Diese sind auch dann ungefährlich, wenn sie ein paar Minuten anhalten. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn einzelne große Anfälle Anfälle zwar nur kurz anhalten, aber in sehr kurzer Zeit nacheinander auftreten.

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Maßnahmen bei generalisiert tonisch-klonischen Anfällen (Grand-mal)

  • Falls sich der Anfall kurz vorher mittels einer Aura ankündigt, den/die Patient*in flach auf das Bett oder den Boden legen.
  • Kleidung lockern – besonders am Hals.
  • Patient*in aus einer möglichen Gefahrenzone entfernen (z. B. Straßenverkehr, Wasser, scharfe Gegenstände und Kanten).
  • Beobachten und möglichst Notizen oder ein Handyvideo machen, denn sorgfältige Angaben über das Bild und die Dauer des Anfalls sind später für Ärzte*innen von großer Wichtigkeit. Dazu gehören beispielsweise folgende Angaben: Welche die Bewegung betreffenden Symptome treten auf, wie hat der Anfall begonnen, welche Muskelgruppen zucken, kommt es zu Kaubewegungen oder anderen Automatismen, wie lange dauerte der Anfall an?
  • Falls starke Speichelabsonderung auftritt, sollte man den Kopf auf eine Seite drehen, damit sich der/die Patient*in nicht verschluckt. Gelegentlich kommt es während eines Anfalls oder unmittelbar danach zum Erbrechen. Auch in diesem Fall sollten Helfer den Kopf zur Seite drehen, sowie den Körper in eine stabile Seitenlage bringen (falls dies ohne Mühe gelingt – keine Gewalt anwenden!).
  • Niemals etwas zwischen die Zähne schieben, um das Beißen auf die Zunge zu verhindern. Der/Die Patient*in und auch Sie als Helfer könnten sich dabei verletzen.
  • Nach dem Anfall ist der/die Patient*in meist schlaff und längere Zeit nicht oder nur mit Mühe ansprechbar. Manchmal fallen Betroffene auch in einen tiefen Schlaf. Lassen Sie ihn/sie in Ruhe damit er/sie sich erholen kann.
  • Manchmal besteht nach dem Anfall ein Unruhezustand. Diesen sollte man ebenfalls geduldig abklingen lassen. Auch in dieser Situation gilt es, den/die Patient*in nicht mit Gewalt festzuhalten, sondern ihn/sie beruhigend zu begleiten.
  • Verwirrtheit und Sprachstörungen nach dem Anfall sind völlig normale Nebenwirkungen. Reden Sie ruhig mit den Betroffenen und helfen Sie ihnen zum Beispiel dabei, eine Sitzmöglichkeit zu finden oder die Heimfahrt zu organisieren.
  • Möglicherweise hat der/die Arzt/Ärztin für einen akuten Anfall ein krampflösendes Mittel verordnet, das auch von einem Laien angewendet werden kann. Es handelt sich hierbei um Diazepam Rectiolen, die in den After eingeführt werden oder um bukkales Midazolam, das mit Hilfe einer vorbefüllten Spritze ohne Nadel zwischen Wange und Zahnfleisch gespritzt wird. Allgemein empfiehlt sich diese Maßnahme, wenn ein großer Anfall nach 2-3 Minuten nicht beendet ist oder wenn er nach dieser Zeit nicht deutlich abklingt.

Anfallskalender als PDF herunterladen
Ein Anfallskalender kann helfen, Anfälle festzuhalten und für den Arzt zu protokollieren
Autor: Desitin Arzneimittel GmbH

Weitere Informationen zur Behandlung

Epilepsie richtig behandeln

Der Einsatz von Antiepileptika zur Epilepsie-Behandlung ist wichtig. Doch auch die Ernährung und die sog. Vagusnerv-Stimulation spielen eine Rolle. Lesen Sie hier mehr darüber.

Was sollte man während eines epileptischen Anfalls vermeiden?

  • Im Anfall auftretende Verkrampfungen der Arme und Beine mit Gewalt lösen.
  • Auf Abwehrversuche oder Unmutsäußerungen der Patient*innen gegenüber Ihren Hilfsversuchen grob reagieren.
  • Zuckende Gliedmaßen mit Gewalt festhalten.
  • Den verkrampften Kiefer mit Gewalt oder harten Gegenständen auseinanderzwängen (auch dann nicht, wenn es zum Zungenbiss und dadurch zu einer Blutung gekommen ist).
  • Den/Die Patient*in während des Anfalls mit Wasser übergießen oder versuchen, ihn zu beatmen.
  • Versuchen den/die Patient*in nach dem Anfall durch Schütteln, Klopfen, Riechmittel oder andere Maßnahmen zu erwecken.

Maßnahmen bei nicht motorischen Anfällen

Kleine Anfälle z. B. Absencen bedürfen einer ruhigen und beschützenden Begleitung und einer guten Beobachtung. Eine Unterbrechung des Anfallsgeschehens (z. B. mit einer Rectiole oder bei Kindern mit bukkalem Midazolam) ist hier in aller Regel nicht erforderlich, auch wenn der Anfall über mehrere Minuten andauern sollte. Das Vorgehen sollte immer in Absprache mit dem/der behandelnden Arzt/Ärztin erfolgen. Nur bei ungewöhnlich langer Dauer muss der/die Arzt/Ärztin hinzugezogen zu werden.

Weitere Informationen zu Symptomen & Anfallsformen

Epileptische Anfälle haben viele Formen

Es gibt viele verschiedene Anfallsformen und weitere Symptome bei Epilepsie. Hier erfahren Sie mehr über die Unterschiede und Anzeichen.

Notfallmedikation bei epileptischen Anfällen

Im Falle eines Status epilepticus (Anfallsdauer >5 Minuten) oder in anderen Notsituationen kann es notwendig sein, sofort Medikamente zu geben und den epileptischen Anfall zu unterbrechen, um schwerwiegende Folgen zu verhindern.

Hierzu werden üblicherweise Benzodiazepine als Notfallmedikamente eingesetzt:

  • Midazolam
  • Diazepam

In vielen Fällen wird diese Notfallmedikation nur von Notärzt*innen oder Rettungsassistent*innen verabreicht. In Rücksprache mit dem/der Arzt/Ärztin erhalten aber auch Eltern von epilepsiekranken Kindern oder die Partner*innen von Epilepsie-Patient*innen entsprechende Benzodiazepine zur Verabreichung im Notfall. Entscheidend ist hier die Darreichungsform: Für entsprechende Ärzt*innen stehen die Medikamente als Lösungen zur intravenösen Verabreichung bereit.

Für die Erstversorgung im Notfall durch Angehörige, Lehrer und Pflegepersonal werden andere Darreichungsformen angeboten. Clevere Lösungen sind hier wichtig, weil viele Epilepsie-Patient*innen während eines Anfalls nicht einfach eine Tablette schlucken können: Für Kinder und Jugendliche wird häufig Midazolam in flüssiger Form eingesetzt, da es während eines Anfalls einfach mit vorgefüllten Applikationsspritzen in die Wangentasche gegeben werden kann. Der Wirkstoff wird dann über die Wangenschleimhaut aufgenommen, ohne dass der/die Betroffene diesen schlucken muss. Für Kinder und auch Erwachsene ist Diazepam in sogenannten Rektaltuben erhältlich und wird über den After angewendet, um gefährliche Anfälle schnell zu unterbrechen. Beide Wirkstoffe wirken bereits innerhalb von wenigen Minuten.

Aktuelle Artikel & Fortbildungen für Fachkreise

Wichtiger Hinweis: Wir sind rechtlich dazu verpflichtet, folgende Informationen ausschließlich Ärzt*innen bzw. Menschen mit Gesundheitsberufen zur Verfügung zu stellen. Deshalb sind die Fachartikel rund um Epilepsie ausschließlich mit einem Log-in aufrufbar, z. B. via DocCheck.

Neuropädiatrie interaktiv: Epileptischer Notfall

Unter dem Titel "Wenn die Uhr tickt - akute Anfallsunterbrechung" berichtet Frau PD Dr. Susanne Schubert-Bast über den epileptichen Notfall - dem Status epilepticus. Erfahren Sie Genaueres über die vier Phase des epileptischen Notfalls und welche Behandlungsempfehlungen es für jede Phase gibt.

Covid-19: Das ist bei Epilepsie wichtig

Was muss im Zusammenahng mit Covid-19 bei Patient*innen mit Epilepsien und antikonvulsiver Behandlung beachtet werden? Hier finden Sie einen Überblick der wichtigsten Aspekte.

Der Status epilepticus

Wie erkennt man einen Status epilepticus und wofür steht diese Bezeichnung genau? Der „Status epilepticus“ ist ein potentiell lebensbedrohlicher Notfall. Er beschreibt einen langanhaltenden epileptischen Anfall, der sich aus allen Anfallsformen heraus entwickeln kann. Im klinischen Alltag wird ein konvulsiver Anfall (Krampfanfall, i.d.R. generalisiert-tonisch-klonischer Anfall), der länger als 5 Minuten anhält, als Status epilepticus bezeichnet. Ein Status epilepticus birgt die Gefahr, dass es während dieses lange andauernden Anfalls zu einer erheblichen Schädigung des Gehirns bzw. der Gesundheit kommt.

Drei sehr häufig auftretende Status epilepticus-Formen:

  • Der Grand-mal-Status (konvulsiv)
  • der fokale Status (non-konvulsiv)
  • der Absence-Status (non-konvulsiv)

Der konvulsive Status äußert sich durch anhaltende (>5 Minuten) tonisch-klonische Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit des/der Betroffenen.

Der non-konvulsive Status epilepticus ist ein anhaltender fokaler Anfall ohne motorische Symptome, oder eine lang anhaltende Absence (Absence-Status). Ab einer Dauer von 15 bis 20 Minuten spricht man von einem non-konvulsiven Status epilepticus. Die Betroffenen sind in der Regel ansprechbar, jedoch ist das Bewusstsein gestört. Der non-konvulsive-Status epilepticus kann sehr unterschiedlich verlaufen und ist meist nicht lebensbedrohlich.

Aktuelle Artikel & Fortbildungen für Fachkreise

Wichtiger Hinweis: Wir sind rechtlich dazu verpflichtet, folgende Informationen ausschließlich Ärzt*innen bzw. Menschen mit Gesundheitsberufen zur Verfügung zu stellen. Deshalb sind die Fachartikel rund um Epilepsie ausschließlich mit einem Log-in aufrufbar, z. B. via DocCheck.

Den Status unterbrechen

Bei einem epileptischen Notfall, dem Status epilepticus, ist schnelles Handeln wichtig. Notfallmedikamente die auch von Laien angewendet werden können, stellen eine wertvolle Hilfe bei der Einleitung der Behandlung dar. Die Phasen des Status epilepticus sowie die geeigneten Behandlungen finden Sie im Fachartikel übersichtlich zusammengefasst.

Update Status epilepticus & Epilepsie-Schulungsprogramme

In dieser Fortbildung gibt es Neues und Spannendes zu den Themen Status Epilepticus und Epilepsie-Schulungsprogramme. Hr. Dr. Moritz Tacke geht in seinem Vortrag zunächst auf die Prinzipien der Statustherapie ein. Anschließend gibt er einen Überblick über die Erst- und Zweitlinienbehandlung des Status epilepticus

Wann sollte man mit einem epileptischem Anfall zum Arzt?

  • Wenn der Anfall länger als fünf Minuten dauert (Status epilepticus). Er muss medikamentös (u.a. mit krampflösenden Medikamenten) behandelt werden und kann lebensbedrohlich sein.
  • Wenn auf den ersten Anfall direkt ein zweiter Anfall folgt, ohne dass der/die Patient*in zwischendurch wieder zu Bewusstsein gelangt ist. Eine Anfallsserie muss ebenso wie der Status epilepticus von einem Arzt behandelt werden.
  • Wenn es durch den Anfall zu Verletzungen gekommen ist, z. B. am Kopf oder durch einen Biss auf die Zunge.
  • Wenn Sie nicht wissen, ob der/die Betroffene eine Epilepsie hat und es sich auch um eine andere Art von Krampfanfall handeln könnte.
  • Wenn es sich um den ersten epileptischen Anfall des/der Betroffenen handelt. Beobachten Sie den Anfall gut und notieren oder merken Sie sich, was genau passiert, welche Körperteile betroffen sind und wie lange der Anfall dauert. Wenn Sie ein Mobiltelefon dabeihaben, machen Sie ein Video und zeigen dieses anschließend dem behandelnden Arzt
  • Wenn ein diagnostizierte/r Epilepsiepatient*in einen Anfall hat, der stark von seinen sonstigen Anfallsformen abweicht.
  • Bei Problemen mit der Atmun

Anfälle, die nichts mit Epilepsie zu tun haben

Akut symptomatische Anfälle – die ILAE definiert einmalige Anfälle als sogenannte akut symptomatische Anfälle. Sie stehen nicht direkt mit Epilepsie in Verbindung, sondern ähneln den epileptischen Anfällen nur. Die Ursachen sind hier jedoch andere. Sie treten in direktem Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, in akuten Krankheitssituationen auf, z. B. als Folge einer Unterzuckerung oder einer Hirnschädigung, sowie auch nach einem Schlaganfall und sind einmalige Ereignisse. Dazu zählen zum Beispiel auch die im Kindesalter häufig auftretenden Fieberkrämpfe.

In seltenen Fällen kann Epilepsie zum Tod führen

Was Sie unbedingt über SUDEP wissen sollten

Das Wichtigste im Überblick Mit der Abkürzung SUDEP wird der plötzliche unerwartete Tod eines Epilepsiepatient*innen bezeichnet, für den sich keine andere Ursache finden lässt. Wie […]


1 Sander JW et al. National General Practice Study of Epilepsy: newly diagnosed epileptic seizures in a general population. Lancet 1990;336(8726):1267-1271. doi:10.1016/0140-6736(90)92959-l.
2 Brandt, C.: Akut-symptomatische epileptische Anfälle: Inzidenz, Prognose und Aspekte der antiepileptischen Behandlung. Aktuelle Neurologie 2012, 480-485
3 Amboss. Generalisierte Epilepsien im Kindesalter. Online verfügbar unter: https://www.amboss.com/de/wissen/Fokale_Epilepsien_und_Syndrome. Zuletzt abgerufen: April 2021.
4 Christian Floto, Michael Ristow: Low-Carb – Weniger Kohlenhydrate, bessere Gesundheit? Deutschlandfunk – „Sprechstunde“', 6. September 2016
5 Neubauer et al. Epilepsie im Kindes- und Jugendalter. cme.aerzteblatt.de/kompakt. 2007.
6 Sälke-Kellermann: Prognose der Epilepsien im Kindesalter. Pädiatrie 3/04: 9-12. 2004.
7 Dravet, C., Bureau, M., Oguni, H., Fukuyama, Y., Cokar, O.: Severe myoclou0002nic epilepsy in infancy: Dravet syndrome. Adv Neurol 2005; 95:71–102
8 Neurologienetz. Juvenile Absenceepilepsie (ICD-10 G40.3). Online verfügbar unter: https://www.neurologienetz.de/fachliches/erkrankungen/epilepsien/juvenile-absencen-epilepsie-nicht-pyknoleptische-absencen/. Zuletzt abgerufen: November 2021.
9 Neubauer, B. A., Hahn, A., Doose, H., Tuxhorn, I.: Myoclonic-astatic epilepsy of early childhood – definition, course, nosography, and genetics. Adv Neurol 2005; 95: 147–55.

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