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Der epileptische Anfall – Symptome & Anfallsformen

Wie kann man Epilepsie erkennen? Eine Vielzahl unterschiedlicher Anzeichen und Anfallsformen können auf Epilepsie hinweisen, was die Diagnose der Erkrankung deutlich erschwert. Wichtigstes und bekanntestes Symptom der Epilepsie ist der epileptische Anfall. Allerdings verläuft nicht jeder Anfall gleich; vielmehr variieren die Anfallsformen und ihre Symptome beträchtlich. Aufgrund der starken Unterschiede kann es auch für Fachärzt*innen schwierig sein eine Epilepsie zu diagnostizieren.

Zur Einteilung der sich stark unterscheidenden epileptischen Anfallsformen wird die Definition der Internationalen Liga gegen Epilepsie (International League Against Epilepsy – ILAE) herangezogen.

Nach Definition der ILAE wird eine Epilepsie zunächst anhand ihres Beginns klassifiziert. Dazu betrachtet die ILAE das äußere Erscheinungsbild des Anfalls:

  • Generalisierter Anfall/Beginn: Bei der generalisierten Epilepsie ist das ganze Gehirn am Anfallsgeschehen beteiligt. Häufig ist das Bewusstsein hierbei beeinträchtigt bzw. geht es während des Anfalls verloren.
  • Fokaler bzw. partieller Anfall/Beginn: Klar zu identifizierende Teilbereiche des Gehirns sind am Anfall beteiligt.
  • Akut symptomatische Anfälle (ASA): Die ILAE definiert einmalige Anfälle als sogenannte ASA. Sie werden nicht als Teil einer epileptischen Erkrankung eingestuft, sondern sind den epileptischen Anfällen lediglich ähnlich. Die Ursachen für einen solchen akut symptomatischen Anfall sind jedoch andere. ASA treten in engem zeitlichen Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf, wie z.B. als Folge einer Unterzuckerung, einer Hirnschädigung oder eines Schlaganfalls. In der Regel handelt es sich um einmalige Ereignisse, die auf eine akute Verletzung des Gehirns zurück gehen.

Des Weiteren gibt es epileptische Anfälle, die keiner der genannten Klassen zuzuordnen sind. Diese gruppiert die ILAE als Anfälle mit mutmaßlicher Ursache. Das Feld der Ursachenforschung in Bezug auf epileptische Anfälle ist hier noch weit und wirft immer neue Fragestellungen auf.

Epilepsie nach Ursachen einteilen

  • Genetische Epilepsie: Wurde früher auch als idiopathische Epilepsie bezeichnet. Hier wird eine genetische Ursache als Auslöser der Erkrankung vermutet. In vielen Fällen ist der Gendefekt bereits identifiziert.
  • Strukturelle Epilepsie: Wurde ursprünglich mal als symptomatische Epilepsie bezeichnet. Die Erkrankung ist in diesem Fall als Folge einer bekannten Ursache, wie einem Schlaganfall oder einer Kopfverletzung bzw. Hirnverletzung entstanden.
  • Infektiöse Epilepsie: wurde früher zu den strukturellen Epilepsien gezählt. Wird durch eine infektiöse Erkrankung des Gehirns (hervorgerufen durch Viren oder Bakterien) verursacht, wie z.B. bei einer Meningitis (Hirnhautentzündung).
  • Metabolische Epilepsie: Wurde ebenfalls lange zu den strukturellen Epilepsien gezählt. Sie geht aus Veränderungen im Stoffwechsel (Metabolismus) hervor, z.B. beim Glucosetransporterdefekt Typ1 (einem Glukosemangel im Gehirn, der durch einen gestörten Transport der Glukose aus dem Blut über die Blut-Hirn-Schranke verursacht wird).
  • Immunologische Epilepsie: Wurde bis vor Kurzem ebenfalls zu den strukturellen Epilepsien gezählt. Heute erkennt man die immunologischen Epilepsien an einer chronischen Entzündung des Gehirns. Verursacht wird diese Entzündung durch eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem den eigenen Körper angreift – in diesem Falle das Gehirn.
  • Epilepsie mit unbekannter Ursache: Wurde früher auch als kryptogene Epilepsie bezeichnet. Nach aktuellem Forschungsstand gibt es für diese Epilepsie keine offensichtliche Ursache.

Im Allgemeinen werden mit der Epilepsie Symptome wie Muskelzuckungen, Verkrampfungen und Bewusstseinsverlust verbunden. Das Spektrum ist jedoch viel breiter. Auch Gefühls- und Verhaltensänderungen können Teil eines epileptischen Anfalls sein und werden als Krankheitszeichen der Epilepsie verstanden. Zwar sind die Anfallsformen vielfältig, jedoch treten bei einzelnen Epilepsie-Patient*innen in der Regel nur ein bis maximal drei verschiedene Formen der Anfälle auf. Treten bestimmte Symptome, Abläufe und aktivierte Gehirnregionen regelmäßig zusammen in Erscheinung, kann man diese zu fest definierten Epilepsiesyndromen zusammenfassen. Die Syndrome unterscheiden sich anhand der Epidemiologie (Verbreitung), der Klinik (Ablauf/Symptome des Anfalls) und weiterer Befunde in der Diagnose. Es gibt sowohl fokale (z.B. Rolando-Epilepsie) als auch generalisierte (z.B. Juvenile Absence Epilepsie) Epilepsiesyndrome, die wir zur besseren Übersicht an späterer Stelle in Tabellen für Sie zusammenfassen.

Mögliche Symptome eines epileptischen Anfalls:

  • Stürze
  • Zucken und Krampfen von Armen und Beinen
  • Kribbeln
  • Einschränkungen des Seh- und Sprechvermögens
  • Blässe
  • Wärmegefühl im Oberbauch
  • Haare an Armen und Beinen stellen sich auf
  • Schwindelgefühl
  • Geruchs- und Geschmackssinn werden beeinträchtigt

Die verbreitete Vorstellung eines epileptischen Anfalls ist dramatisch: Der/Die Patient*in stürzt und bekommt Krämpfe am ganzen Körper. Allerdings tritt diese Form des Anfalls in der Praxis eher selten auf. Das in der Bevölkerung verbreitete Bild des epileptischen Anfalls entspricht dem sogenannten „Grand mal“-Anfall (oder auch großem Krampfanfall, generalisiert-tonisch-klonischer Anfall). Neben dieser Anfallsform gibt es jedoch viele weitere Formen von Krampfanfällen, angefangen bei der Aura (Sinnesstörungen unterschiedlichster Art) bis hin zu sogenannten Absencen (kurzem Verlust des Bewusstseins).

Zum Download: PDF Epilepsie Anfallsformen

Die typischen Phasen eines epileptischen Anfalls:

  • Iktale Phase (inmitten des Anfalls): Es herrscht eine extrem hohe Aktivität im Gehirn – ein sogenanntes „Gewitter im Kopf“. Alle Nervenzellen in den von der Epilepsie betroffenen Regionen sind aktiv. Ärzt*innen können die Aktivität mithilfe eines EEGs messen und in der Regel feststellen, um welche Art von Anfall es sich handelt und welche Hirnregionen betroffen sind.
  • Postiktale Phase (nach dem Anfall): Der Anfall geht in den normalen physischen und psychischen Zustand des/der Patient*in über. Wie lange diese Phase andauert, hängt von der Anfallsform und der/den betroffenen Hirnregion/en ab. Der Übergang kann Sekunden, Minuten, aber auch mehr als 24 Stunden in Anspruch nehmen.
  • Interiktale Phase (zwischen den Anfällen): Den Zeitraum zwischen zwei Anfällen beschreibt die interiktale Phase. Nach einem epileptischen Anfall können Patient*innen beispielsweise eine Niedergeschlagenheit verspüren, ebenso können Auren und Prodrome (einer Erkrankung vorangehende Vorstadien, z.B. Kopfschmerz) auftreten.

Fokale Anfälle

Epileptische Anfälle, die nur in Teilen des Gehirns oder in bestimmten Hirnregionen auftreten, werden als fokale Anfälle bezeichnet. Sie gehen immer von einem bestimmten Bereich des Gehirns aus und betreffen meist nur eine Gehirnhälfte. Allerdings können sie sich auch zu einem generalisierten Anfall ausweiten, also auf beide Hirnhälften. Man spricht dann von einem fokal zu bilateral (beidseitig) tonisch-klonischen Anfall (in aller Regel verbunden mit einem Bewusstseinsverlust; früher: sekundär generalisierter Anfall).

Erstmalige und nicht akut-symptomatische Anfälle sind bei Erwachsenen zu ca. zwei Dritteln fokale Anfälle.1 Demzufolge treten fokale Epilepsien, die lediglich Teile des Gehirns betreffen bei Erwachsenen, also weitaus häufiger auf als primär generalisierte Epilepsien, die beide Hirnhälften betreffen. Die häufig auftretenden fokalen Epilepsien sind in der Regel gut therapierbar: Bei etwa 60 bis 70 Prozent der Patient*innen führt die Behandlung einer fokalen Epilepsie mit Antiepileptika zur Anfallsfreiheit.2,3

Man unterscheidet folgende Arten von fokalen Anfällen:

  • Nicht bewusst erlebte fokale Anfälle (früher auch komplex-fokal genannt)
  • Bewusst erlebte fokale Anfälle

Bei einem komplex-fokalen Anfall nimmt der/die Patient*in den epileptischen Anfall nicht bewusst wahr und kann sich später nicht daran erinnern. Dies ist die bei Erwachsenen am häufigsten beobachtete Anfallsform.

Während eines nicht bewusst erlebten fokalen Anfalls ist eine direkte Ansprache des/der Patient*in nur bedingt möglich. Begleitend zum Anfall können dennoch komplexe Handlungsabläufe durchgeführt werden: So kann es beispielsweise vorkommen, dass der/die Betroffene plötzlich aufspringt und einen Tisch quer durch das Zimmer schiebt. Trotz der aktiven Handlung ist das Bewusstsein während des Anfalls mehr oder weniger eingeschränkt.

Die bewusst erlebten fokalen Anfälle treten in unterschiedlichen Formen auf:

  • motorisch (den Bewegungsablauf betreffend)
  • sensibel (den empfindenden Teil des Nervensystems betreffend)
  • sensorisch (besondere Sinnesorgane betreffend)
  • vegetativ (das autonome Nervensystem betreffend)
  • psychisch (die Psyche betreffend)

Ein bewusst erlebter fokaler Anfall, der nur wenige Sekunden andauert, wird als Aura bezeichnet. Zum einen können Auren häufig in einen fokalen Anfall mit Bewusstseinsstörung übergehen (der/die Betroffene ist nicht in der Lage, sich an den Anfall zu erinnern). Zum anderen können Auren einem Anfall vorangehen, der sich weiter auf beide Gehirnhälften ausweitet (auch fokal zu bilateral tonisch-klonischem oder sekundär generalisierter Anfall genannt).

Bei bewusst erlebten fokalen Anfällen ist der/die Betroffene häufig ansprechbar und erlebt den epileptischen Anfall mit. Gleichzeitig kann er/sie aber nichts gegen die Symptome unternehmen, wie z.B. gegen das Zucken der Hand.

Symptome von fokalen Anfällen

Welche Anzeichen weisen auf einen fokalen epileptischen Anfall mit nicht motorischem Beginn hin? Die Symptome fokaler Anfälle richten sich nach dem Ursprungsort im Gehirn. Fokale mit nicht motorischem Beginn, äußern sich durch Handlungen, die nicht durch typische Bewegungsmuster gekennzeichnet sind, sondern vielmehr durch Veränderungen von Gefühlen oder anderen Körpervorgängen wie:

  • Herzrasen
  • Speichelfluss
  • Gesichtsrötung
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit
  • plötzliche Angst
  • Wut
  • Halluzinationen

Auch die Sinneswahrnehmung des/der Patient*in kann gestört werden. So können Sehen, Hören, Schmecken, Riechen oder Tasten beeinträchtigt werden. Beispielsweise könnte der/die Betroffene Blitze sehen, Geräusche oder Stimmen hören, einen komischen Geschmack im Mund wahrnehmen, etwas Merkwürdiges riechen sowie unter Temperatur-Missempfindungen, Kribbeln oder Lähmungserscheinungen leiden.

Fokale Anfälle mit motorischem Beginn

Fokale Anfälle mit motorischem Beginn äußern sich durch unfreiwillige Veränderungen der Muskelbewegung (Motorik). Häufig kommt es dabei zu:

  • Zucken (klonischer Anfall)
  • Verkrampfen (tonischer Anfall)
  • Verlust der Muskelspannung (atonischer Anfall)

Typisch bei fokalen Anfällen: Automatismen

Manche Epilepsie-Patient*innen wiederholen ständig bestimmte Handlungsmuster. Dafür gibt es einen medizinischen Begriff: Die sogenannten Automatismen prägen häufig nicht bewusste erlebte fokale Anfälle.

Typische Automatismen bei nicht nicht bewusst erlebten fokalen Anfällen:

  • Räuspern
  • Schmatzen und Kaubewegungen
  • Öffnen und Schließen der Fäuste in einem erkennbaren Rhythmus
  • Ständige Wiederholung bestimmter Sätze oder Fragen
  • Scharren mit den Füßen
  • Zupfen an der eigenen Kleidung

Unterschied zwischen Aura & Prodrom

  • Als Aura bezeichnen Mediziner einen bewusst erlebten fokalen Anfall, der nur wenige Sekunden anhält. Auren können in einen nicht bewusst erlebten fokalen Anfall oder in einen sekundär-generalisierten Anfall (fokal zu bilateral tonisch-klonisch) übergehen. Die kurzzeitigen Anfälle sind für behandelnde Neurolog*innen sehr relevant, weil sie Rückschlüsse auf die beteiligten Hirnregionen zulassen. Nicht immer wurde eine Aura als fokaler epileptischer Anfall gewertet – früher sah man sie eher als Vorboten eines drohenden Anfalls, ähnlich einer Migräne-Aura. Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung "Aura". Eine ausführliche Beschreibung des Begriffs finden Sie im PDF  der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie.
  • Das Prodrom wird auch mit den Begriffen "Vorgefühl" oder "Vorahnung" gleichgesetzt. Prodrome können über mehrere Tage anhalten und ähneln von der Symptomatik häufig einem Migräne-Anfall. Sie zeigen sich beispielsweise in Form von Persönlichkeitsveränderungen, Stimmungsschwankungen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und erhöhter Reizbarkeit. So können sie einen Anfall Stunden oder Tage im Voraus ankündigen.

Auren können nach ihrem Erscheinungsbild näher bezeichnet werden.

Auren - keine Vorboten, sondern eigenständige fokale Anfälle

Dieser fokale Anfall ist für Betroffene häufig schwer in Worte zu fassen. Das Gefühl steigt aus der Magengegend als ein Druckgefühl bis zum Hals auf.

Diese Auren gehen mit Veränderungen des Geruchssinns einher und werden meistens als unangenehm empfunden.

Betroffene erleben einen veränderten Geschmack im Mund, der häufig als „metallisch“ beschrieben wird.

Diese Auren spielen sich auf der Gefühlsebene ab. Es kann zu verstärkter Angst kommen, aber auch zu erhöhten Glücksgefühlen. Die Veränderungen können außerdem als vertraut („deja vu“) oder merkwürdig fremd („jamais vu“) wahrgenommen werden. Dies wirkt sich teilweise direkt auf gedankliche Vorgänge oder sogar die Zeitwahrnehmung aus.

Hier verändert sich der Gehörsinn. Es kann zu akustischen Halluzinationen kommen, die sich von einzelnen Tönen und Geräuschen, bis hin zu Melodien entwickeln können.

Typisch für eine visuelle Aura ist eine veränderte optische Wahrnehmung, z. B. das Empfinden von Verzerrtheit, Lichtblitzen, bunten Punkte oder eines eingeschränkten Gesichtsfeldes.

Es kommt zu seltsamen Körperwahrnehmungen, z.B. Kribbeln und Ameisenlaufen.

Fokale Epilepsien & Epilepsiesyndrome

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht, bei welchen Epilepsien bzw. Epilepsiesyndromen und in welchem Alter fokale Anfälle auftreten können.

EpilepsieIn welchem Alter tritt sie aufTypische Anfälle/Auren/Häufigkeit
Rolando-EpilepsieKinder (3 bis 12 Jahre)Somatosensible Aura/Gefühlsstörungen, Speichelfluss, Muskelzuckungen auf einer Gesichtshälfte. Häufigste Epilepsie im Kindesalter (ca. 15%).4 Tonische Gesichtskrämpfe beginnen häufig im Schlaf. Sprachunfähigkeit kann auch postiktal (nach dem Anfall) bestehen bleiben. Mildere Bewusstseinseinschränkungen können auch interiktal (zwischen zwei Anfällen) auftreten.5
Primäre Lese-EpilepsieJugendlicheVerkrampfungen oder Zuckungen des Kiefers, der Zunge oder der Schlundmuskulatur beim Lesen – liest der/die Betroffene trotzdem weiter, kann sich ein sekundär-generalisierter Anfall entwickeln.
Temporallappen-EpilepsieKinder, Jugendliche und ErwachseneBewusst erlebte fokale Anfälle, die sich zu nicht bewusst erlebten fokalen Anfällen entwicklen können, die epigastrische (auf den Oberbauch bezogene) Aura ist typisch. Es ist die häufigste Epilepsieform (ca. 40 % aller Epilepsien und 70 % aller fokalen Epilepsien).6 Ursache ist in vielen Fällen eine sogenannte Hippokampussklerose (Ammonshornsklerose; Signalveränderungen des Hippocampus). Diese Veränderungen der Hirnstruktur können durch eine Enzephalitis (Gehirnentzündung), Entwicklungsstörung, neurodegenerative Erkrankungen oder Tumore verursacht werden. Es handelt sich dann um eine strukturelle oder immunologische Epilepsie.
Frontalllappen-EpilepsieKinder, Jugendliche und ErwachseneKurze bewusst und nicht bewusst erlebte Anfälle in hoher Frequenz, denen meistens eine Aura vorausgeht. Häufig motorische Symptome wie Strampeln oder Um-sich-Schlagen. Der Kopf wird oft vom Epilepsie-Herd weggedreht, blickt also zur gesunden Seite/Hirnregion. Auch eine Tonisierung (erhöhte Muskelspannung), Speichelfluss, Sprachhemmungen und Aufmerksamkeitsstörungen (Pseudo-Absencen) können auftreten. Etwa 10 % aller fokalen Epilepsien sind Frontallappen-Epilepsien.
Parietallappen-EpilepsieKinder, Jugendliche und ErwachseneSeltene Form der Epilepsie mit bewusst erlebten fokalen Anfällen, die vor allem durch sensorische Symptome geprägt werden, wie z.B. Schwindel, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühle und Halluzinationen (vor allem akustische). Zusätzlich kann sich ein solcher Anfall durch den sogenannten "march of convulsion" (Ausbreitung motorischer und sensibler Symptome von außen nach innen) zu einem Jackson-Anfall entwickeln. Jeder fokale Anfall, der sich durch den "march of convulsion" ausbreitet, wird, unabhängig von seinem eigentlichen Herd/Ursprung als Jackson-Anfall bezeichnet. Auch ein Übergang der Parietallappen-Epilepsie hin zu temporalen und frontalen Anfällen ist möglich, die dann also den Symptomen einer Temporallappen- oder Frontallappen-Epilepsie ähneln.7
Okzipitallappen-EpilepsieKinder, Jugendliche und ErwachseneHäufiger sind hier generalisierte Anfälle. Aber auch bewusst erlebte fokale Anfälle sind möglich, die sich schnell zu sekundär-generalisierten Anfällen (auf weitere Hirnregionen) ausweiten. Bei fokalen Anfällen dieser Art sind optische Halluzinationen bzw. eine Wahrnehmung von Blitzen oder Lichtpunkten typisch. Die Okzipitallappen-Epilepsie entwickelt sich häufig zu temporalen und frontalen Anfällen weiter.5

Generalisierte Anfälle

Was unterscheidet einen generalisierten von einem fokalen Anfall? Im Gegensatz zu fokalen Anfällen sind bei generalisierten Anfällen immer beide Gehirnhälften betroffen. Fast alle Formen der „generalisierten Anfälle“ beinhalten den Verlust des Bewusstseins. Eine Ausnahme sind in diesem Fall die myoklonischen Anfälle (ruckartigen Zuckungen), bei denen das Bewusstsein meist erhalten bleibt. Typisch für generalisierte Epilepsien sind Krampfanfälle, also Anfälle mit motorischen (die Bewegung betreffenden) Symptomen. Sie treten bei generalisierten Anfällen häufiger auf als bei fokalen Anfällen.

Typische motorische Symptome:

  • Gliedmaßen verkrampfen und versteifen sich (tonisch)
  • Muskelspannung lässt nach, was während des Gehens zu Stürzen führen kann (atonisch)
  • Zuckungen großer Muskelgruppen, vor allem in Armen und Beinen (klonisch)
  • Plötzliche und ruckartige Zuckungen einzelner kleiner Muskelgruppen (myoklonisch)

Während eines Anfalls kann die Ausbreitung unterschiedlich verlaufen und das gesamte Hirnareal betreffen. Generalisierte epileptische Anfälle treten in verschiedenen Unterformen auf.

Generell werden Anfälle einer generalisierten Epilepsie in zwei Kategorien unterteilt:

  • Motorische Anfälle
  • Nicht-motorische Anfälle (Absencen)

Die meisten generalisierten Anfälle gehen mit einer Bewusstseinsstörung einher, weshalb hier nicht – wie bei den fokalen Anfällen - zwischen bewusst- und nicht bewusst-erlebten Anfällen unterschieden wird.

Absencen (früher auch Petit mal)

Bei Absencen kommt es zu einer plötzlichen Bewusstseinsstörung, so dass der/die Betroffene seine/ihre momentane Tätigkeit für die Dauer des Anfalls unterbricht. Es handelt sich hierbei um nicht-motorische generalisierte Anfälle, die als mildere Form einer generalisierten Epilepsie betrachtet werden. Es kommt nämlich nicht zum Verkrampfen oder zum Sturz, sondern zu einem geistigen Aussetzer bei den Betroffenen. Deshalb wurden Absencen früher auch als „Petit mal“ bezeichnet, was man auch als „das kleine Übel“ übersetzen könnte (im Vergleich zum motorischen "Grand mal"-Anfall, dem "großen Übel"). 

Die Betroffenen starren bei dieser Form eines epileptischen Anfalls oft ins Leere und haben ein ausdrucksloses Gesicht. Die Anfälle können mehrere Sekunden dauern und sich stark gehäuft über den Tag wiederholen. Absencen gehen, im Gegensatz zu vielen anderen epileptischen Anfällen, meist keine Aura und kein Prodrom voraus. Der/Die Patient*in kann sich an den Anfall nicht erinnern und fährt mit seiner/ihrer Tätigkeit nach dem Anfall wieder fort. Obwohl diese Anzeichen typisch für Absencen sind, werden sie von Laien vielfach nicht als Symptome einer Epilepsie erkannt. Absence-Epilepsien sind eine häufige Form der generalisierten Epilepsien des Kindesalters und werden zunächst meist als Unkonzentriertheit oder Träumerei missinterpretiert. Sie werden mit antiepileptischen Medikamenten behandelt, wodurch Eltern und Kinder die Anfälle meist gut unter Kontrolle bekommen. Die Prognose ist also günstig. Bis zu 80 % der Betroffenen werden durch eine Therapie anfallsfrei. Es kann zu wenigen Anfällen innerhalb eines Jahres bis hin zu mehreren hundert am Tag kommen. Wie oft epileptische Anfälle dieser Art auftreten, hängt vom individuellen Krankheitsbild ab. Bei Erwachsenen und Jugendlichen sind Absencen zwar bekannt, jedoch treten sie weitaus häufiger im Kindesalter auf. Dabei sind Mädchen deutlich öfter betroffen als Jungen.

Absencen können weiter in Kategorien unterteilt werden:

Typische Absencen:

  • Die Aktivität wird unvermittelt abgebrochen, egal ob Essen, Lesen oder eine Unterhaltung.
  • Der Blick wird leer, das Gesicht ist ausdruckslos.
  • Es kann zu Begleiterscheinungen wie leichten beidseitigen Muskelzuckungen im Gesicht kommen.
  • Sternguckerzeichen: Es kann auf Grund der Muskelanspannung zu einem ruckartigen Nach-hinten-Werfen des Kopfes kommen, wobei der Blick nach oben gerichtet ist.
  • Nach einigen Sekunden setzt der/die Patient*in seine vorherige Tätigkeit fort und kann sich an den Anfall nicht erinnern.
  • Typische Absencen treten primär im Rahmen von Absence-Epilepsien des Kindes- und Jugendalters auf.

Atypische Absencen:

  • Die motorischen Begleiterscheinungen sind ausgeprägter. Sie treten vor allem bei sekundär generalisierten Epilepsien wie dem Lennox-Gastaut-Syndrom auf.
  • Es kann zum Absence-Status kommen, in dem ein Anfall in den nächsten übergeht. Dieser muss unbedingt behandelt werden. Der Absence-Status ist ein "Status epilepticus" (außergewöhnlich lange andauernder epileptischer Anfall oder Serie von Anfällen) mit Bewusstseinsstörung und milden motorischen Phänomenen. Mehr dazu erfahren Sie im Absatz zum Status epilepticus.

Absencen mit Myoklonien:

Während des Verlusts des Bewusstseins kommt es zu leichten Myoklonien (Rhythmischen Zuckungen). Davon können auch andere Teile des Gesichts, des Halses, der Schultern oder der Arme betroffen sein. Geht die Absence mit Myoklonien des Augenlids einher, spricht man von Lidmyoklonien.

Generalisierte Anfälle mit motorischen Symptomen:

Treten keine Bewusstseinsstörungen auf, sondern äußert sich der Anfall mit schnellen und ruckartigen Muskelzuckungen? Dann handelt es sich um einen myoklonischen Anfall. Dieser betrifft häufig Kopf und Arme, es können aber auch die Beine beteiligt sein.

Klonische Anfälle:

Bei einem klonischen Anfall treten länger anhaltende rhythmische Zuckungen auf.

Tonische Anfälle:

Tonische Anfälle sind gekennzeichnet durch eine andauernde Muskelanspannungen, die länger anhalten kann. Meist dauert ein solcher epileptischer Anfall aber nur wenige Sekunden und er tritt oft im Schlaf auf. Säuglingen und Kindern sind öfter betroffen als Erwachsene. Geht der tonische Anfall in einen klonischen Anfall über, dann spricht man von einem tonisch-klonischen Anfall, dem sog. "Grand-mal-Anfall".

Tonisch-klonische Anfälle (Grand-mal-Anfall):

Der tonisch-klonische Anfall oder auch Grand-mal-Anfall ist die am häufigsten mit der Krankheit Epilepsie in Verbindung gebrachte Anfallsform.

Die Symptome dieses epileptischen Anfalls äußern sich meist in einem initialen Schrei des/der Patient*in. Auch von einem Stöhnen berichten Angehörige häufig. Anschließend kommt es zum Bewusstseinsverlust, weshalb auch akute Sturzgefahr zu Beginn eines tonisch-klonischen Anfalls besteht. Dem folgt eine Anspannung der gesamten Körpermuskulatur (tonische Phase), die dann in Zuckungen des Körpers übergeht (klonische Phase). Es kann auch zu vermehrtem Speichelfluss bzw. Schaum vor dem Mund kommen.

Aufgrund des Bewusstseinsverlustes können sich Patient*innen im Nachhinein nicht mehr an den Anfall erinnern kann, es kommt also zu einer Amnesie für die Dauer des Anfalls. Auch die Blaufärbung der Lippen (Zyanose) ist ein typisches Epilepsie-Symptom, wenn es in Zusammenhang mit einem Grand-mal-Anfall auftritt. Die Blaufärbung entsteht durch die Verkrampfung der Atemmuskulatur während des Anfalls, so dass Betroffene keine Luft bekommen. Der Atemstillstand (Apnoe) kann bis zu 30 Sekunden andauern, führt aber nicht zum Ersticken der Patient*innen. Im Anschluss an einen Grand-mal-Anfall sind die meisten Patient*innen sehr erschöpft und müssen sich erholen. Diese Phase der Reorientierung kann ein bis zwei Stunden dauern. Hier kann es gelegentlich zum sog. postiktalen Schlaf kommen.

Die klinische Untersuchung zeigt außerdem folgende Symptome eines Grand-mal-Anfalls:

  • Puls und Blutdruck steigen
  • Pupillen sind geweitet und reagieren nicht auf Licht

Ein Grand-mal-Anfall verläuft in zwei Phasen:

1. Phase – tonisch:

  • Der gesamte Körper versteift sich. Arme und Beine der Betroffenen sind meist vollständig gesteckt.
  • Häufig kommt es zu Beginn des Anfalls zu einer initialen Blässe.
  • Die Betroffenen sind bewusstlos und die Atmung setzt für 10 bis 30 Sekunden aus
  • Auf die anfängliche Blässe folgt die Zyanose (Verfärbung der Haut und Schleimhäute, z.B. bläulich verfärbte Lippen), die als Folge des Sauerstoffmangels durch den Atemaussetzers und der erhöhten Muskelspannung auftritt.

2. Phase – klonisch:

  • Nach der 10- bis 30-sekündigen tonischen Phase setzt das Zucken der Arme und Beine ein.
  • Diese Phase kann einige Sekunden, bis hin zu wenigen Minuten (< 5 Minuten) andauern. Ab 5 Minuten liegt jedoch ein Status epilepticus vor, der sofort behandelt werden muss.
  • Selten kommt es zum unwillkürlichen Verlust von Harn und Stuhl (Enuresis/Enkopresis).
  • Die Atmung während des Anfalls erfolgt stoßartig oder ist sehr tief und schwer (Röcheln)

Nach dem Anfall

  • Der Anfall bedeutet großen Stress für den Körper.
  • Oft kommen die Betroffenen nur kurz wieder zu Bewusstsein und fallen dann in einen tiefen Schlaf (postiktaler Schlaf).
  • Am Folgetag haben die Patient*innen oft einen Muskelkater.
  • Auch Kopf- und Muskelschmerzen sind möglich.
  • Es kann durch den Anfall zu nicht gefährlichen Zungenbissen (lateral) kommen.
  • Erinnern können sich die Betroffenen an den Anfall nicht.

Atonische Anfälle

Verliert man die Muskelkraft, spricht man von einem atonischen Anfall. Diese epileptischen Anfälle resultieren häufig in Stürzen.

Generalisierte Epilepsien & Epilepsiesyndrome

EpilepsieIn welchem Alter tritt sie aufTypische Anfälle / Häufigkeit
Lennox-Gastraut-SyndromKinder (2 bis 6 Jahre)Typisch sind mehrere Anfälle pro Tag, wobei keine andere Form der Epilepsie eine so große Vielfalt der Anfallsformen aufweist. Am häufigsten sind tonische Anfälle, die bei 90% der betroffenen Kinder im Schlaf auftreten.8,9 Auch myoklonische Anfälle sind häufig, vor allem wenn das Kind müde ist. Doch auch alle anderen Anfallsformen wie atonische Anfälle, atypische Absencen und auch Grand-mal-Anfälle können vorkommen. Außerdem kann das Syndrom oft zu einem Status epilepticus (SE) führen
Dravet-Syndrom (SMEI)Babys / Kleinkinder (3. bis 12. Lebensmonat)Eine sehr seltene Form der Epilepsie, die bei Jungen häufiger als bei Mädchen auftritt und die geistige Entwicklung beeinträchtigen kann. Sie wird auch als schwere frühkindliche Grand-mal-Epilepsie oder schwere myoklonische Epilepsie im Säuglings- und Kleinkindalter (SMEI = Severe Myoclonic Epilepsy in Infancy) bezeichnet. Symptomatisch äußert sich das Dravet-Syndrom unter anderem durch heftige rhythmische Zuckungen der Muskeln von Armen, Beinen und Gesicht sowie durch Versteifungen der Glieder und des Rumpfes, gepaart mit Bewusstlosigkeit. Die Anfälle wiederholen sich ungewöhnlich rasch und können in einen Status epilepticus münden.
Kindliche Absence-Epilepsie
(CAE = Childhood Absence Epilepsy)
Kinder (4 bis 10 Jahre)Kurze und eher unkomplizierte Absencen, die für fünf bis zwanzig Sekunden anhalten. Typisch sind  kurze Phasen des Starrens, die unvermittelt während einer Aktivität auftreten. Begleiterscheinungen können Schmatzen, Seufzen oder das Flattern der Augenlider sein. Auch leichte Zuckungen des Kopfes sind möglich.
Juvenile Absence-Epilepsie (JAE)JugendlicheEs kommt häufig zu sporadisch auftretenden Absencen, die aber auch mit generalisierten tonisch-klonischen Anfällen und myoklonischen Anfällen einhergehen können, allerdings eher selten. Im Verlauf der Erkrankung kann sich außerdem eine Aufwach-Grand-mal oder eine juvenile myklonische Epilepsie entwickeln.
Juvenile myoklonische Epilepsie (JME)Jugendliche (10 bis 18 Jahre) und Erwachsene Die JME tritt meist zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr erstmalig auf. Typisch sind myoklonische Zuckungen (Patient*in ist bei Bewusstsein), die arhythmisch vor allem in Schultern und Armen auftreten. Es kommt auch zum „Wegschleudern“ der Extremitäten, ähnlich wie bei einem elektrischen Schlag. Die Myklonien ohne, oder nur mit leichter Bewusstseinsstörung, können sich zu tonisch-klonischen Anfällen mit Bewusstseinsstörung entwickeln. Meistens treten die Anfälle nach dem Aufstehen auf, vor allem wenn der/die Betroffene unvermittelt geweckt wird. Wenig Schlaf, Alkoholkonsum und die sogenannte „Flickerstimulation“ (Auslöser wie Stroboskoplicht) erhöhen die Anfallswahrscheinlichkeit. Im weiteren Verlauf der Epilepsie kann es auch zu Grand-mal-Anfällen kommen.
Aufwach-Grand-malJugendliche (15 bis 17 Jahre)Bei dieser Form der Epilepsie kommt es innerhalb kurzer Zeit nach dem Aufstehen zu tonisch-klonischen Anfällen. Bei Entspannung kann es ebenfalls zu Anfällen kommen, weshalb diese auch als sogenannte Feierabend-Anfälle bezeichnet werden. Die Anfälle treten eher selten auf und sind mit einer individuellen Medikation typischer Antiepileptika gut in den Griff zu bekommen.
West-Syndrom (BNS-Epilepsie)Babys und Kleinkinder (3. bis 12. Lebensmonat)Diese Form der Epilepsie ist altersgebunden und hängt ursächlich stark mit sehr frühen organischen Hirnschäden oder Auswirkungen anderer Erkrankungen auf das Gehirn zusammen. Die starke Altersgebundenheit ist markant dafür, dass diese Epilepsie eng mit dem Reifungszustand des Gehirns verknüpft ist. Typisch sind die drei unterschiedlichen Anfallsformen Blitz-Nick-Salaam, weshalb die Erkrankung auch als BNS-Epilepsie bezeichnet wird. Blitz-Anfälle sind heftige myoklonische Zuckungen, die den gesamten Körper oder einzelne Körperregionen durchziehen, aber nur für Sekundenbruchteile. Auffällig ist vor allem die Beugehaltung der Beine, während auch generell eher Beuge- als Streckmuster typisch sind. Nick-Anfälle bezeichnen Zuckungen der Muskulatur des Nackens und des Halses, wobei das Kinn zur Brust gebeugt oder der Kopf ruckartig eingezogen wird, was einem Nicken ähnelt. Bei den Salaam-Anfällen bewegen sich Kopf und Rumpf ruckartig nach vorne. Die Arme werden nach oben geworfen und wieder gebeugt, wobei es auch zu einem Zusammenführen der Hände vor der Brust kommen kann. In langsamer Abfolge ähneln diese Bewegungen dem orientalischen Friedensgruß „Salaam“, wonach die Anfälle benannt wurden. Die Anfälle treten häufig nach dem Aufstehen und vor dem Schlafengehen auf, können aber auch während des Schlafens einsetzen und zum Aufwachen führen.
Doose-Syndrom
(MAE = Myoklonisch Astatische Epilepsie)
2 bis 6 JahreHierbei handelt es sich um eine seltene Epilepsie mit myoklonisch-astatischen Anfällen. 2-4 % der Kinder mit Epilepsie sind betroffen und Jungen in etwa doppelt so häufig wie Mädchen.10 Charakteristisch sind myoklonische und myoklonisch-atonische Anfälle. Die Anfälle dauern nur wenige Sekunden, können anfangs aber in sehr hoher Frequenz auftreten. Die atonische Komponente der Anfälle besteht aus einem plötzlichen Verlust der Muskelpannung, wodurch die Patient*innen sofort in sich zusammenfallen.
Ohtahara-SyndromBabys (ab 10 Tagen nach der Geburt bis zum 3. Monat)Eine äußerst seltene Form der Epilepsie. Sie tritt bei Neugeborenen bereits innerhalb von 10 Tagen bis 3 Monaten nach der Geburt auf. Am typischsten sind tonische Anfälle, die bis zu einer Minute anhalten. Doch auch atypische Absencen, komplex-fokale Anfälle und myoklonische Anfälle können auftreten. Ein häufiges Anzeichen ist die Muskelhypotonie, eine Verringerung der Muskelspannung, wodurch die Säuglinge ihren Kopf nicht dem Alter entsprechend selbst aufrechthalten können.

Erste Hilfe bei epileptischen Anfällen – was ist zu tun?

Zuerst gilt es, einige Grundregeln bei der ersten Hilfe zu beachten. Die meisten epileptischen Anfälle klingen nach einigen wenigen Minuten von allein ab. Es ist wichtig, die Patient*innen vor Verletzungen am Kopf zu schützen und gegebenenfalls aus einer Gefahrenzone zu bringen, wenn der Anfall z.B. beim Überqueren einer Straße auftritt. Diese Regeln gelten insbesondere bei (großen) Krampfanfällen, weniger bei Absencen oder Auren.

Grundregeln:

  • Ruhig bleiben.
  • Auf die Uhr schauen und Beginn des Anfalls merken, ebenso wie das Ende.
  • Bei den Patient*innen bleiben und sie beruhigen, wenn sie (wieder) bei Bewusstsein sind.
  • Verletzungen verhindern, vor allem am Kopf. Am besten etwas weiches unter den Kopf legen.
  • Den/Die Patient*in dabei niemals festhalten oder Krampferscheinungen unterdrücken.
  • Die Dauer des Anfalls messen und den Ablauf möglichst genau dokumentieren.
  • Es kann sein, dass die Patient*innen Ihren Unmut äußern oder Ihre Hilfsversuche abwehren. Auch dabei sollten Sie sanft bleiben und die Patient*innen trotzdem nicht alleine lassen.
  • Bleiben Patient*innen auch nach dem Anfall bewusstlos oder schlafen ein, ist das okay, solange die Atmung normal funktioniert. Falls Sie verunsichert darüber sind, wie Sie nun weiter vorgehen sollen, dann rufen Sie einen Notfallkontakt der Betroffenen an. Epileptiker*innen haben meistens einen Notfallausweis bei sich, auf dem Ansprechpartner*innen für den Notfall vermerkt sind.

Erste Hilfe während des Anfalls:

  • Nicht beatmen (auch nicht beim Bewusstseinsverlust in der tonischen Phase).
  • Nicht versuchen, die Patient*innen aufzurichten.
  • Nichts zu Trinken anbieten (erst nach dem Anfall).
  • Brille abnehmen und beengende Kleidungsstücke am Hals öffnen, sofern dies sanft und ohne Hektik möglich ist.
  • Im Raum Platz schaffen und alles wegräumen, was im Weg ist.
  • In der Öffentlichkeit möglichst von Schaulustigen abschirmen, aber ohne den Patient*innen zu viel Raum zu nehmen.
  • Niemals etwas zwischen die Zähne schieben, auch nicht beim Biss auf die Zunge.
  • Wenn möglich eine Videoaufnahme mit dem Handy erstellen. Dies hilft dem Arzt bei der Diagnosestellung.
  • Ist keine Videoaufnahme möglich, dokumentieren Sie die Dauer, die prägnantesten Symptome und den Ablauf des epileptischen Anfalls (Kaubewegungen oder andere Automatismen, welche Muskelgruppen zucken oder Krampfen, ging dem großen Anfall eine Aura voraus, z.B. eine veränderte Geruchswahrnehmung)
  • Kommt es bei fokalen Anfällen zu Automatismen so kann es sinnvoll sein, gefährliche Gegenstände aus der Hand der Betroffenen zu entfernen und sie aus Gefahrenzonen fernzuhalten. Auch dabei sollte man aber keinesfalls grob oder hektisch vorgehen. Es kommt während Automatismen, Auren oder Absencen selten zu Verletzungen.

Erste Hilfe nach dem Anfall:

  • Bieten Sie Ihre Hilfe fortlaufend an, bis die Betroffenen sich erholt haben, aber drängen Sie nicht. Bieten Sie zum Beispiel Begleitung, Sitzmöglichkeiten oder den Anruf eines Arztes oder eines Notfallkontaktes der Patient*innen an. Akzeptieren Sie aber auch, wenn Patient*innen diese Hilfsangebote ablehnen.
  • Oft kommt es nach Anfällen zur Amnesie für die Dauer des Anfalls. Gerade bei kurzen Anfällen wie Absencen, die nur wenige Sekunden anhalten, ist es wichtig, dass Sie die Betroffenen danach über ihren Anfall informieren, damit sie diesen in einem Anfallskalender festhalten und Angehörige oder Ärzt*innen darüber informieren können. Erzählen Sie den Patient*innen möglichst genau wie ihr Anfall ablief.
  • Betroffene nicht alleine lassen, bis die Verwirrtheit nachgelassen hat und sie sich wieder orientieren können. Auch Sprachstörungen sind ganz normale Nebenwirkungen. Reden Sie ruhig mit den Betroffenen weiter.
  • Bleiben die Patient*innen auch nach dem Anfall zunächst bewusstlos, dann Atemwege auf Erbrochenes und Speichel prüfen und davon befreien und Person spätestens jetzt in die stabile Seitenlage bringen. Denn das ist während des Anfalls nicht immer möglich.

In der Regel hört ein großer Anfall (Grand Mal, generalisiert tonisch-klonischer Anfall) nach ca. 2-4 Minuten von selbst auf; er ist trotz seines bedrohlichen Aussehens nicht lebensgefährlich. In den allermeisten Fällen ist während eines großen Anfalls eine ärztliche Maßnahme nicht erforderlich. Dauert ein solcher Anfall aber länger als gewöhnlich (länger als 5 Minuten), so spricht man vom Status epilepticus. In diesem Fall müssen besondere Maßnahmen zur Unterbrechung des Anfallsgeschehens ergriffen und der Notruf gewählt werden. Das gilt nicht für Auren oder Absencen. Diese sind auch dann ungefährlich, wenn sie ein paar Minuten anhalten. Vorsicht ist auch dann geboten, wenn einzelne große Anfälle Anfälle zwar nur kurz anhalten, aber in sehr kurzer Zeit nacheinander auftreten.

Welche Maßnahmen sind bei einem generalisiert tonisch-klonischen Anfall (Grand-mal) sinnvoll?

  • Falls sich der Anfall kurz vorher mittels einer Aura ankündigt, den/die Patient*in flach auf das Bett oder den Boden legen.
  • Kleidung lockern – besonders am Hals.
  • Patient*in aus einer möglichen Gefahrenzone entfernen (z.B. Straßenverkehr, Wasser, scharfe Gegenstände und Kanten).
  • Beobachten und möglichst Notizen oder ein Handyvideo machen, denn sorgfältige Angaben über das Bild und die Dauer des Anfalls sind später für Ärzte*innen von großer Wichtigkeit. Dazu gehören beispielsweise folgende Angaben: Welche die Bewegung betreffenden Symptome treten auf, wie hat der Anfall begonnen, welche Muskelgruppen zucken, kommt es zu Kaubewegungen oder anderen Automatismen, wie lange dauerte der Anfall an?
  • Falls starke Speichelabsonderung auftritt, sollte man den Kopf auf eine Seite drehen, damit sich der/die Patient*in nicht verschluckt. Gelegentlich kommt es während eines Anfalls oder unmittelbar danach zum Erbrechen. Auch in diesem Fall sollten Helfer den Kopf zur Seite drehen, sowie den Körper in eine stabile Seitenlage bringen (falls dies ohne Mühe gelingt – keine Gewalt anwenden!).
  • Niemals etwas zwischen die Zähne schieben, um das Beißen auf die Zunge zu verhindern. Der/Die Patient*in und auch Sie als Helfer könnten sich dabei verletzen.
  • Nach dem Anfall ist der/die Patient*in meist schlaff und längere Zeit nicht oder nur mit Mühe ansprechbar. Manchmal fallen Betroffene auch in einen tiefen Schlaf. Lassen Sie ihn/sie in Ruhe damit er/sie sich erholen kann.
  • Manchmal besteht nach dem Anfall ein Unruhezustand. Diesen sollte man ebenfalls geduldig abklingen lassen. Auch in dieser Situation gilt es, den/die Patient*in nicht mit Gewalt festzuhalten, sondern ihn/sie beruhigend zu begleiten.
  • Verwirrtheit und Sprachstörungen nach dem Anfall sind völlig normale Nebenwirkungen. Reden Sie ruhig mit den Betroffenen und helfen Sie ihnen zum Beispiel dabei, eine Sitzmöglichkeit zu finden oder die Heimfahrt zu organisieren.
  • Möglicherweise hat der/die Arzt/Ärztin für einen akuten Anfall ein krampflösendes Mittel verordnet, das auch von einem Laien angewendet werden kann. Es handelt sich hierbei um Diazepam Rectiolen, die in den After eingeführt werden oder um bukkales Midazolam, das mit Hilfe einer vorbefüllten Spritze ohne Nadel zwischen Wange und Zahnfleisch gespritzt wird. Allgemein empfiehlt sich diese Maßnahme, wenn ein großer Anfall nach 2-3 Minuten nicht beendet ist oder wenn er nach dieser Zeit nicht deutlich abklingt.

Anfallskalender als PDF herunterladen
Ein Anfallskalender kann helfen, Anfälle festzuhalten und für den Arzt zu protokollieren
Autor: Desitin Arzneimittel GmbH

Was sollte man während eines Anfalls nicht tun?

  • Im Anfall auftretende Verkrampfungen der Arme und Beine mit Gewalt lösen.
  • Auf Abwehrversuche oder Unmutsäußerungen der Patient*innen gegenüber Ihren Hilfsversuchen grob reagieren.
  • Zuckende Gliedmaßen mit Gewalt festhalten.
  • Den verkrampften Kiefer mit Gewalt oder harten Gegenständen auseinanderzwängen (auch dann nicht, wenn es zum Zungenbiss und dadurch zu einer Blutung gekommen ist).
  • Den/Die Patient*in während des Anfalls mit Wasser übergießen oder versuchen, ihn zu beatmen.
  • Versuchen den/die Patient*in nach dem Anfall durch Schütteln, Klopfen, Riechmittel oder andere Maßnahmen zu erwecken.

Maßnahmen bei nicht motorischen Anfällen

Kleine Anfälle z.B. Absencen bedürfen einer ruhigen und beschützenden Begleitung und einer guten Beobachtung. Eine Unterbrechung des Anfallsgeschehens (z. B. mit einer Rectiole oder bei Kindern mit bukkalem Midazolam) ist hier in aller Regel nicht erforderlich, auch wenn der Anfall über mehrere Minuten andauern sollte. Das Vorgehen sollte immer in Absprache mit dem/der behandelnden Arzt/Ärztin erfolgen. Nur bei ungewöhnlich langer Dauer muss der/die Arzt/Ärztin hinzugezogen zu werden.

Ausnahmesituation: Die Notfallmedikation bei epileptischen Anfällen

Im Falle eines Status epilepticus (Anfallsdauer >5 Minuten) oder in anderen Notsituationen kann es notwendig sein, sofort Medikamente zu geben und den epileptischen Anfall zu unterbrechen, um schwerwiegende Folgen zu verhindern.

Hierzu werden üblicherweise Benzodiazepine als Notfallmedikamente eingesetzt:

  • Midazolam
  • Diazepam

In vielen Fällen wird diese Notfallmedikation nur von Notärzt*innen oder Rettungsassistent*innen verabreicht. In Rücksprache mit dem/der Arzt/Ärztin erhalten aber auch Eltern von epilepsiekranken Kindern oder die Partner*innen von Epilepsie-Patient*innen entsprechende Benzodiazepine zur Verabreichung im Notfall. Entscheidend ist hier die Darreichungsform: Für entsprechende Ärzt*innen stehen die Medikamente als Lösungen zur intravenösen Verabreichung bereit.

Für die Erstversorgung im Notfall durch Angehörige, Lehrer und Pflegepersonal werden andere Darreichungsformen angeboten. Clevere Lösungen sind hier wichtig, weil viele Epilepsie-Patient*innen während eines Anfalls nicht einfach eine Tablette schlucken können: Für Kinder und Jugendliche wird häufig Midazolam in flüssiger Form eingesetzt, da es während eines Anfalls einfach mit vorgefüllten Applikationsspritzen in die Wangentasche gegeben werden kann. Der Wirkstoff wird dann über die Wangenschleimhaut aufgenommen, ohne dass der/die Betroffene diesen schlucken muss. Für Kinder und auch Erwachsene ist Diazepam in sogenannten Rektaltuben erhältlich und wird über den After angewendet, um gefährliche Anfälle schnell zu unterbrechen. Beide Wirkstoffe wirken bereits innerhalb von wenigen Minuten.

Der Status epilepticus

Wie erkennt man einen Status epilepticus und wofür steht diese Bezeichnung genau? Der „Status epilepticus“ ist ein potentiell lebensbedrohlicher Notfall. Er beschreibt einen langanhaltenden epileptischen Anfall, der sich aus allen Anfallsformen heraus entwickeln kann. Im klinischen Alltag wird ein konvulsiver Anfall (Krampfanfall, i.d.R. generalisiert-tonisch-klonischer Anfall), der länger als 5 Minuten anhält, als Status epilepticus bezeichnet. Ein Status epilepticus birgt die Gefahr, dass es während dieses lange andauernden Anfalls zu einer erheblichen Schädigung des Gehirns bzw. der Gesundheit kommt.

Drei sehr häufig auftretende Status epilepticus-Formen:

  • Der Grand-mal-Status (konvulsiv)
  • der fokale Status (non-konvulsiv)
  • der Absence-Status (non-konvulsiv)

Der konvulsive Status äußert sich durch anhaltende (>5 Minuten) tonisch-klonische Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit des/der Betroffenen.

Der non-konvulsive Status epilepticus ist ein anhaltender fokaler Anfall ohne motorische Symptome, oder eine lang anhaltende Absence (Absence-Status). Ab einer Dauer von 15 bis 20 Minuten spricht man von einem non-konvulsiven Status epilepticus. Die Betroffenen sind in der Regel ansprechbar, jedoch ist das Bewusstsein gestört. Der non-konvulsive-Status epilepticus kann sehr unterschiedlich verlaufen und ist meist nicht lebensbedrohlich.

Wann sollte man mit einem epileptischem Anfall zum Arzt?

  • Wenn der Anfall länger als fünf Minuten dauert (Status epilepticus). Er muss medikamentös (u.a. mit krampflösenden Medikamenten) behandelt werden und kann lebensbedrohlich sein.
  • Wenn auf den ersten Anfall direkt ein zweiter Anfall folgt, ohne dass der/die Patient*in zwischendurch wieder zu Bewusstsein gelangt ist. Eine Anfallsserie muss ebenso wie der Status epilepticus von einem Arzt behandelt werden.
  • Wenn es durch den Anfall zu Verletzungen gekommen ist, z.B. am Kopf oder durch einen Biss auf die Zunge.
  • Wenn Sie nicht wissen, ob der/die Betroffene eine Epilepsie hat und es sich auch um eine andere Art von Krampfanfall handeln könnte.
  • Wenn es sich um den ersten epileptischen Anfall des/der Betroffenen handelt. Beobachten Sie den Anfall gut und notieren oder merken Sie sich, was genau passiert, welche Körperteile betroffen sind und wie lange der Anfall dauert. Wenn Sie ein Mobiltelefon dabei haben, machen Sie ein Video und zeigen dieses anschließend dem behandelnden Arzt
  • Wenn ein diagnostizierte/r Epilepsiepatient*in einen Anfall hat, der stark von seinen sonstigen Anfallsformen abweicht.
  • Bei Problemen mit der Atmun

Hier eigener Abschnitt zum akut symptomatischen Anfall (s.o.)

Anfälle, die nichts mit Epilepsie zu tun haben

Akut symptomatische Anfälle – die ILAE definiert einmalige Anfälle als sogenannte akut symptomatische Anfälle. Sie stehen nicht direkt mit Epilepsie in Verbindung, sondern ähneln den epileptischen Anfällen nur. Die Ursachen sind hier jedoch andere. Sie treten in direktem Zusammenhang mit anderen Erkrankungen, in akuten Krankheitssituationen auf, z.B. als Folge einer Unterzuckerung oder einer Hirnschädigung, sowie auch nach einem Schlaganfall und sind einmalige Ereignisse. Dazu zählen zum Beispiel auch die im Kindesalter häufig auftretenden Fieberkrämpfe.


1 Forsgren L et al. Incidence and clinical characterisation of unprovoked seizures in adults. A prospective population-based study. Epilepsia 1996;37(3):224-229. doi:10.1111/j.1528-1157.1996.tb00017.x.
2 Sander JW et al. National General Practice Study of Epilepsy: newly diagnosed epileptic seizures in a general population. Lancet 1990;336(8726):1267-1271. doi:10.1016/0140-6736(90)92959-l.
3 Brandt C. Akut-symptomatische epileptische Anfälle: Inzidenz, Prognose und Aspekte der antiepileptischen Behandlung. Aktuelle Neurologie 2012;39(09):480-485.
4 Hacke W. Neurologie. 14. Auflage, Springer Verlag 2016. ISBN: 978-3-662-46891-3.
5 Fröscher W. Die Epilepsien: Grundlagen - Klinik - Behandlung. Schattauer Verlag 2004. ISBN: 978-3-794-52131-9.
6 Neubauer BA, Groß S, Hahn A. Epilepsie im Kindes- und Jugendalter. Dtsch Arztebl 2008;105(17):319-27. doi: 10.3238/arztebl.2008.0319.
7 Schmidt D, Elger CE. Praktische Epilepsiebehandlung. 3. Auflage, Georg Thieme Verlag 2005. ISBN: 978-3-131-16823-8.
8 DocCheck. Lennox-Gastaut-Syndrom. Online verfügbar unter: https://flexikon.doccheck.com/de/Lennox-Gastaut-Syndrom. Zuletzt abgerufen: April 2021.
9 RRoger J, Dravet C, Bureau M. The Lennox-Gastaut syndrome. Cleve Clin J Med 1989;56 (Suppl Pt 2):172-180.
10Schmidt Dieter. Epilepsie. Diagnostik und Therapie für Klinik und Praxis. Schattauer Verlag 1997; S. 35. ISBN 978-3794517893.

xxx Amboss. Generalisierte Epilepsien im Kindesalter. Online verfügbar unter: https://www.amboss.com/de/wissen/Generalisierte_Epilepsien_im_Kindesalter. Zuletzt abgerufen: April 2021.

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