Ein Dokumentarfilm über Kinder mit Epilepsie

Die Premiere dieses außergewöhnlichen Films fand anlässlich der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie am 24. April 2015 in Dresden statt. Es kamen zahlreiche Interessenten: Fachärzte, Therapeuten und Berater, die den Film mit Begeisterung aufnahmen. Im Anschluss daran standen die Akteure und Produzenten dem Publikum Rede und Antwort.

„Achterbahn“ vermittelt, wie Kinder mit einer Epilepsie sich selbst und ihre Umwelt erleben, mit  welchen Vorurteilen sie konfrontiert werden und  was sie sich wünschen.

Deshalb sind im Film vor allem die Stimmen der Kinder zu hören – und Musik: ein Lied, das speziell für diesen Film produziert wurde. Die Idee entstand, als beim abendlichen Beisammensein der Familien mit dem Filmteam nach den Dreharbeiten ein Vater zur Gitarre sang. Als sie dieses Lied hörten, waren sich spontan alle einig, dass dies der Titelsong für den Film sein muss. Im Text heißt es :

„Und wenn Dein Körper erbebt, dann bist Du nicht allein. Das Braun Deiner Augen - es rutscht in ein Weiß. Die Ströme im Schädel, sie entern den Kahn. Ohne Ziel rein ins Chaos und ganz ohne Plan – Achterbahn“.

Gedreht wurde an einem verlängerten Wochenende im Oktober 2014 in Nideggen in der Eifel, wo beste Voraussetzungen für diesen Film vorhanden waren: Kletterwände, Schwimmbad, Natur, Pferde…. Die Hauptakteure, vier Kinder im Alter von etwa 10 Jahren, wurden auf Initiative des epilepsie bundes-elternverbandes ausgewählt. Gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern konnten sie ihre Erlebnisse teilen und so die Familien stärken.

Die Kinder zeigen,  was mit einer Epilepsie alles möglich ist: Sie reiten, spielen, schwimmen, klettern und malen. Darunter Nele mit einem Dravet-Syndrom: sie besucht die Regelschule und bringt gute Noten nach Hause. Ebenso Lenny, ein aufgeweckter Junge. Beide besuchen dieselbe Schule im Rheinland. Jonas (11) ist Schüler am Gymnasium in Rheine. Ole (10) stammt aus Bonn und wurde anlässlich einer Famoses-Schulung in Bethel entdeckt.

Was sie vor, während bzw. nach einem epileptischen Anfall erleben, haben die Kinder anschaulich in ihren Bildern und Farben festgehalten – sie erklären es dem Zuschauer eindrucksvoll.

Interviews veranschaulichen die persönlichen Einschränkungen der Kinder, Vorurteile und Verhaltensweisen der Umwelt werden gezeigt – und insbesondere der deutliche Wunsch der Kinder nach Toleranz, Integration und einem selbständigen Leben.

 

Dieser Film wird z. Zt. Als DVD produziert und in Kürze zur Verfügung stehen. Interessierte können sich an Frau Susanne Fey, epilepsie bundes-elternverband, wenden.