Ist Epilepsie heilbar?

Die Medikamente, die zur Epilepsie-Behandlung eingesetzt werden, heißen zwar „Antiepileptika“. Sie haben jedoch keinen Einfluss auf die Erkrankung an sich. Viel mehr blockieren sie Krampfanfälle, indem sie die Schwelle des Gehirns für Anfälle hoch setzen. Es werden also nicht die Epilepsie Ursachen, sondern die Epilepsie-Symptome behandelt. Aus diesem Grund werden Antiepileptika auch häufig Antikonvulsiva (Mittel gegen Krämpfe) genannt.

 

Damit wird deutlich, dass die Medikamente keine heilende Wirkung auf die Epilepsie haben. Tatsächlich müssen 60% aller Epilepsie-Patienten ihr Leben lang Medikamente einnehmen.

 

Im Laufe des Lebens verschwinden die Epilepsie-Ursachen eher selten. Durch eine OP kann jedoch der Auslöser in manchen Situationen beseitigt werden, so dass die Epilepsie als geheilt bezeichnet werden kann, was jedoch eher selten der Fall ist. Vor allem beim Auftreten von Epilepsien im Kindesalter gibt es für manche Formen gute Prognosen, die ein Absetzen der Medikamente möglich machen, ohne dass erneut Anfälle auftreten. Auch im Erwachsenenalter kann in manchen Fällen ein Absetzen der Medikamente erwogen werden. Ein Absetzen der Medikamente darf aber in jedem Fall nur nach intensiver, ärztlicher Beratung erfolgen, und sollte, selbst bei jahrelanger Anfallsfreiheit, niemals im Alleingang geschehen.