HAUT

Was ist Wundheilung?

Die Wundheilung als Reparaturmechanismus

 

Bei der Wundheilung handelt es sich um einen körpereigenen Reparaturmechanismus, der zum Verschluss einer Wunde führt. Im Zuge der Wundheilung wird das beschädigte Körpergewebe in weiten Teilen wieder hergestellt. Dieser biologische Prozess startet bereits wenige Minuten nachdem wir uns verletzt haben und verläuft in vier Phasen, die sich zum Teil überlappen:

 

  • Exsudative Phase (Exsudat – austretende Flüssigkeit)
  • Resorptive Phase (Resorption – Aufnahme)
  • Proliferationsphase (Proliferation – Bildung, Entstehung)
  • Reparationsphase (Reparation – Wiederherstellung)

 

Was während der vier Phasen bei der Wundheilung im Detail passiert, können Sie hier nachlesen.

 

Die unterschiedlichen Formen der Wundheilung

 

Bei der Wundheilung wird zwischen regenerativer, primärer und sekundärer Wundheilung unterschieden. Liegt eine rein oberflächliche Verletzung vor, d.h. wurde nur die oberste Hautschicht verletzt, wie z.B. bei einer leichten Schürfwunde, spricht man bei der Heilung von regenerativer Wundheilung. Es bleibt keine sichtbare Narbe zurück.

Bei einer primären Wundheilung liegt keine Infektion des Gewebes vor und die Ränder der Wunde schließen bündig ab. Auch vernähte Operationswunden fallen in diesen Bereich.

Die sekundäre Wundheilung bezieht sich auf Wunden, deren Ränder Gewebeschäden aufweisen (z. B. Bisswunden oder starke Verbrennungen). Hier liegt oftmals ein Bakterienbefall vor, der behandelt werden muss, um eine effiziente Wundheilung zu gewährleisten. Die Keimart kann durch einen Wundabstrich bestimmt werden und es kommt meist ein entsprechendes Antibiotikum zum Einsatz. Die sekundäre Wundheilung nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch als die primäre Wundheilung. Bleiben die bakteriellen Infektionen unbehandelt, ist die Chance sehr hoch, dass die körpereigene Heilfunktion nicht ausreichend ist und schwerwiegende Folgen resultieren können.  Eine Wundversorgung unter ärztlicher Aufsicht ist daher sehr wichtig.

   

Anwendung der Wundheilsalbe

 

Der Prozess der Wundheilung kann positiv unterstützt werden, indem eine Wundheilsalbe (z. B. Desitin® Salbe) zum Einsatz kommt. Informationen zur richtigen Anwendung der Wundheilsalbe finden Sie hier. Der Vorteil einer Wundheilsalbe ist, dass sie nicht nur bei der Abheilung der Wunde helfen kann, die Wundheilsalbe pflegt darüber hinaus auch die umliegenden Hautpartien. Meist kann die Wundheilsalbe sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern verwendet werden.