Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Wie äußert sich die Erkrankung Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)?

Amyotrophe Lateralsklerose kann in unterschiedlichen Körperregionen beginnen. Die ersten Symptome von ALS äußern sich z.B. durch eine Ungeschicklichkeit der Hände beim Schreiben oder ein vermehrtes Stolpern. Der Muskelschwund bzw. die Muskelschwäche beginnen zunächst auf einer Seite an der Hand oder dem Unterarm und dehnen sich dann auf die gegenüberliegende Seite oder die Beine aus. Seltener beginnt die Erkrankung in der Fuß- oder Unterschenkelmuskulatur. Bei einem Drittel der Patienten fängt die Erkrankung mit Sprech- oder Schluckstörungen an. Hier sind die Sprech-, Kau- und Schluckmuskulatur zuerst betroffen. Die Patienten stellen z.B. eine lallende Sprache oder häufiges Verschlucken fest. Im Verlauf der Erkrankung leiden fast alle Patienten an Schluckstörungen. Muskelzuckungen und schmerzhafte Krämpfe können schon zu Beginn auftreten; sogenannte spastische Lähmungen kommen in fortgeschrittenen Stadien dazu. In den meisten Fällen schreitet die Erkrankung langsam von einer Körperregion auf die nächste fort und betrifft irgendwann die Atemmuskulatur, was die Lebenserwartung verkürzt. Allerdings sind auch sehr langsame Verläufe von mehr als 10 Jahren bekannt.

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) betrifft in der Regel nur den Teil des Nervensystems, das für die Bewegung verantwortlich ist (motorisches Nervensystem). Das Berührungsempfinden sowie das Empfinden für Schmerz und Temperatur, das Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und auch die Blasen- und Darmfunktion bleiben normalerweise erhalten. Leichte Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit können auftreten, schwerwiegende Symptome sind in diesem Bereich jedoch selten.