Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

Was tun bei Schluckstörungen?

Bei Schluckstörungen können zunächst bestimmte Schlucktechniken erlernt werden bzw. ein Schlucktraining durchgeführt werden. Die Konsistenz der Nahrung sollte angepasst werden (z.B. durch Andicken). Ein starker Gewichtsverlust ist unbedingt zu vermeiden, da sich ein höheres Körpergewicht positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Um den Gewichtsverlust aufzuhalten, kann die Ernährung durch hochkalorische Trinknahrung ergänzt werden. Wenn das Schlucken große Probleme bereitet, kann eine Magensonde durch die Bauchdecke gelegt werden (perkutane endoskopische Gastrostomie, PEG). Der Patient kann trotz Sonde auch weiter über den Mund essen. Der Genuss am Essen geht also nicht verloren, nur die Grundversorgung ist über die Sonde gesichert. Die Medikamentengabe sollte bei Schluckstörungen auch angepasst werden. Es empfehlen sich Darreichungsformen von dickflüssiger Konsistenz. Auch bei der Medikamentengabe über die Sonde sollen flüssige Formen bevorzugt zum Einsatz kommen.

Bei Schluckstörungen können Schlucktechniken erlernt oder die Konsistenz der Nahrung und die Darreichungsform der Tabletten verändert werden.