Parkinson

Morbus Parkinson Ursachen

Bis heute gibt es für die Parkinson Erkrankung keine einheitliche konkrete Ursache, die ausgemacht werden konnte. Grundlegend besteht auch die Möglichkeit, dass mehrere Ursachen schließlich die Parkinson Krankheit auslösen.

 

Über Nervenzellverbindungen, die sogenannten Synapsen, und chemische Botenstoffe können die Nervenzellen im Gehirn miteinander kommunizieren. Sobald hier nicht mehr ausreichend Botenstoffe vorhanden sind bzw. ein Ungleichgewicht an unterschiedlichen Botenstoffen vorliegt, kann es zu Einschränkungen bei der Kommunikation der Nervenzellen kommen. Gerade für Steuerungsvorgänge, die sich auf das fehlerfreie Funktionieren zahlreicher Bewegungsabläufe beziehen, ist der Botenstoff Dopamin entscheidend und unverzichtbar. Ist nicht mehr ausreichend Dopamin vorhanden, treten die Parkinson-Symptome auf. Es sind vorwiegend spezielle Nervenzellen, die die Bildung von Dopamin übernehmen. Sie kommen in der schwarzen Substanz oder auch „Substantia nigra“ vor.

 

Absterben von Nervenzellen in der Substantia nigra als eine der Parkinson Ursachen

 

Eine der bekanntesten Parkinson Ursachen ist das Absterben von Nervenzellen, die sich in der Substantia nigra befinden. Dadurch kommt es schließlich bei den Parkinson Patienten zu Bewegungsverlangsamung oder auch Bewegungsarmut. An den Ausführungen von Bewegungen sind neben Dopamin weitere Botenstoffe beteiligt, zu denen in erster Linie Acetylcholin und Glutamat gehören. Für die einzelnen Bewegungsabläufe wirken die Botenstoffe in einem feinen Gleichgewicht. Dopamin-Mangel und daraus folgend Acetylcholin- und Glutamat-Überschuss ist eine der bekanntesten Parkinson Ursachen, die schließlich bei fortgeschrittener Erkrankung Störungen nach sich zieht. Dadurch entstehen schließlich auch die sogenannten motorischen Symptome, die für Parkinson typisch sind.

 

Symptome zeigen sich trotz vieler Parkinson Ursachen erst spät

 

Auch wenn es viele Parkinson Ursachen gibt, haben sie weitgehend alle eines gemeinsam: Die Symptome treten erst recht spät auf. Erst wenn sich die Zellen, die Dopamin herstellen, um rund 60 bis 70 Prozent reduziert haben, kann der Körper diesen Verlust nicht mehr ausgleichen und die Bewegungsbeschwerden werden von den Erkrankten bemerkt.

Im Rahmen von Studien wurden auch Parkinson-Familien genetisch untersucht. Die Untersuchungen ergaben, dass eine Vererbung bei Parkinson nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Ebenfalls können Parkinson Symptome durch bestimmte Medikamente oder Erkrankungen, wie z.B. Durchblutungsstörungen oder auch Verletzungen des Gehirns, ausgelöst werden.

Zu den weiteren diskutierten Parkinson Ursachen gehört die verstärkte Belastung mit Umweltgiften, zu denen allen voran Schwermetalle und Pestizide zählen. Derzeit wird noch darüber geforscht, ob freie Radikale, die eine nachhaltige Schädigung von Körperzellen nach sich ziehen können, an der Entstehung von Parkinson beteiligt sind. Freie Radikale sind Stoffwechselprodukte, die sehr reaktionsfähig sind und so Gewebsschäden verursachen können. Detaillierte Erkenntnisse zu dieser Art von Parkinson Ursachen liegen aber noch nicht vor.

Abbildung 1:

Die schwarze Substanz "Substantia nigra" liegt im Bereich des Mittelhirns. Durch einen hohen Gehalt an Eisen und Melanin erscheint sie dunkel.

Abbildung 2:

Die aufgrund ihrer dunklen Farbe gut erkennbare Srubstantia nigra eines Gesunden (links) und die aufgrund des Zelluntergangs abgeblasste Substantia nigra eines Parkinson-Kranken (rechts).

Abb.: Mehrain, Institut für Neuropathologie, LMU München

Abbildung 3:

Verbindungsbereich zweier Nervenzellen im Gehirn mit ausreichend Botenstoff Dopamin beim Gesunden (oben) sowie Dopamin-Mangel beim Parkinson-Kranken (unten, schematische Darstellung)