Die Kunst der Betroffenen

 

In der Thematik ‚Epilepsie und Kunst’ nehmen die Darstellungen, mit denen Selbst-Betroffene ihre Krankheit künstlerisch umsetzen, einen besonderen Platz ein. Eine solche subjektive Sichtweise kann z. B. literarisch erfolgen (‚Selbsterfahrungsliteratur’), aber auch mittels Arbeiten der bildenden Kunst (Malerei, Zeichnung, Fotografie, Collage ...).

Die so entstandenen Werke sind oftmals nicht so sehr beeindruckend durch ihre ‚Kunstfertigkeit’, durch ihre künstlerische Qualität, als vielmehr durch die in ihnen zum Ausdruck kommenden Momente der Wahrhaftigkeit, der Sinndeutung und der persönlichen Verarbeitung. (Siehe in diesem Zusammenhang das Bild des ‚Kind-Künstlers’ Thomas in der Rubrik ‚Der epileptische Anfall im Bild’ dieser Serie.)

Eine eingehende Interpretation dieser Arbeiten ist in aller Regel nicht erforderlich – sie sind meist in ihrer Darstellungsweise recht eindrücklich und sprechen durch sich selbst.