Die Epilepsiebehandlung als Kunstmotiv

 

Die Epilepsie galt über viele Jahrhunderte, ja – Jahrtausende hinweg als eine unbehandelbare Krankheit. Dennoch wurden von den unterschiedlichsten Personen immer wieder Behandlungsversuche vorgenommen, wobei das Vertrauen der Patienten zu den Vertretern der jeweiligen ‚Schulmedizin’, also das Vertrauen zu den Ärzten, nicht immer das größte war.

So wurde die Epilepsie-‚Behandlung’ immer wieder ein Betätigungsfeld für Scharlatane, Kräuterweiblein, Tempeldiener und Priester, eitlen und unwissenden Ärzten oder selbsternannten Wunderheilern.

Vor dem Beginn einer objektiv wirksamen Epilepsie-Therapie (etwa ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts) fanden viele dieser Behandlungsprozeduren auch Eingang in die bildende Kunst.