Das Epilepsiemotiv in der sakralen Kunst

In allen Epochen und Kulturen der Menschheitsgeschichte werden Not, Unglück, Krankheit und Leid immer wieder mit höheren Mächten, Göttlichem, personellen Gottheiten oder ‚Geistern’ in Verbindung gebracht. Dies gilt nicht zuletzt auch für die Epilepsie, einer der am längsten bekannten Krankheiten in der Medizin- und Kulturgeschichte. Die häufig dramatische Symptomatik gerade dieser Krankheit hat die Menschen seit jeher,  beeindruckt und geängstigt, weil sie über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg weder für den Ablauf des furcht-einflößenden Geschehens noch für dessen Ursache eine natürliche Erklärung finden konnten. ... mehr

Das Epilepsiemotiv in der schön-geistigen Literatur

Die Beschreibung und Ausdeutung von Leid in Form von Schmerz, Krankheit und Behinderung spielen in der schön-geistigen Literatur zahlreicher kultur-historischer Epochen eine bedeutende Rolle. Dieser Aspekt menschlichen Seins wird von den einzelnen Autoren meist in sehr unterschiedlicher Weise  eingesetzt – sei es als richtungsweisender Faktor in einem Handlungsgefüge, als Metapher oder auch als kathartisches Moment. „Das Leiden macht den Menschen hellsichtig und die Welt durchsichtig.“ Diese Sinngebung, die der Psychiater und Psychotherapeut Victor Emil Frankl im letzten Jahrhundert so formuliert hat, mag für manche Dichter und Schriftsteller bewusste oder unbewusste Motivation für die Verwendung des Leidgedankens in ihren Werken sein.  ... mehr

Das Epilepsiemotiv in der zeitgenössische Kunst

Auch bildende Künstler und Künstlerinnen unserer Tage beschäftigen sich mit dem Epilepsiemotiv. Die Gründe für die Wahl dieser Thematik sind dabei sicherlich sehr unterschiedlich. Mitunter mag es die Eindrücklichkeit sein, mit der die Krankheitssymptome auf den Beobachter einwirkt, mitunter auch ein Betroffensein in der eigenen, vielleicht sehr nahe stehenden persönlichen Umgebung, in manchen Fällen auch das selbst den modernen, aufgeklärten Menschen unerklärlich, geheimnisvoll, kreatürlich, ja erschreckend Anmutende des Geschehens.    ...mehr

Berühmte Epilepsiekranke als Kunstmotiv

Die Liste berühmter Epilepsiekranker ist nicht eben klein – sie reicht von Bileam, dem prophetischen Seher des Alten Testaments (ca. 1250 v. Chr.) über Caesar und den Völkerapostel Paulus (um die Zeitenwende), Kardinal Richelieu (17. Jh.), Napoleon, Dostojewskij und van Gogh (18. bzw. 19. Jh.) bis zu Politikern, Künstlern und bekannten Sportlern unserer Zeit.    ...mehr

Die Epilepsiebehandlung als Kunstmotiv

Epilepsiechirurgie ist keine Erfindung des 19. oder 20. Jahrhunderts. Schon in der Antike und in den anschließenden Jahrhunderten wurden Trepanationen durchgeführt, um eine Epilepsie zu beseitigen oder zu lindern. Die Überlegungen, die zu solchen heroischen Behandlungsversuchen führten, waren jedoch oft abergläubisch-mystischer Natur.  ...mehr

Die Kunst der Betroffenen

In der Thematik ‚Epilepsie und Kunst’ nehmen die Darstellungen, mit denen Selbst-Betroffene ihre Krankheit künstlerisch umsetzen, einen besonderen Platz ein. Eine solche subjektive Sichtweise kann z. B. literarisch erfolgen (‚Selbsterfahrungsliteratur’), aber auch mittels Arbeiten der bildenden Kunst (Malerei, Zeichnung, Fotografie, Collage ...). ...mehr

Das Epilepsiemotiv in der Prägekunst

Das Epilepsiemotiv in der Malerei, in der Skulptur, in der Literatur.... – wie die verschiedenen Folgen dieser Kunstseite zeigen, ist die Begegnung mit dem Epilepsiethema in den verschiedenen Kunstdisziplinen nicht selten, insbesondere in der  ... mehr