Desitin-Diagnostik Antiepileptika 1.0

Antiepileptika finden heute eine breite Anwendung sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen, nicht nur zur Behandlung von Epilepsien, sondern auch von anderen neurologischen Erkrankungen, wie z.B. neuropathischen Schmerzsyndromen. In der Mehrheit der Fälle werden die verschiedenen Antiepileptika von den Patienten gut vertragen. In wenigen Fällen treten jedoch bedeutende Nebenwirkungen auf, wie schwere Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut oder schwere Leberschädigungen. Das Risiko für diese schweren Nebenwirkungen ist zu einem großen Teil genetisch determiniert und bezieht sich damit in der Regel auf ein spezifizisches Medikament bzw. verwandte Medikamentengruppen. Damit besteht die Möglichkeit, vor der Gabe eines Antiepileptikums durch einen meist sehr einfachen Gentest das Risiko für das Auftreten von schweren Nebenwirkungen abzuschätzen.

 

Ziel des Desitin Diagnostik Antiepileptika 1.0-Kits ist es, die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten schwerer Nebenwirkungen für bestimmte Risikopatienten durch die Auswahl eines geeigneten Präparats zu senken.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick, für welche Patientengruppen bei geplanter Gabe bestimmter Antikonvulsiva ein Gentest indiziert, empfehlenswert bzw. erwägenswert ist.

 

Desitin hat das Gendiagnostik-Kit „Desitin Diagnostik Antiepileptika 1.0“ seit September 2015 als Service und wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Therapiesicherheit bei Epileptologen und Neuropädiatern beworben. Diese Bewerbung kann Desitin aktuell nicht mehr fortsetzen, da auf Grund des neuen EBM die sichere Abrechenbarkeit des Gendiagnostik-Kits nicht mehr gegeben ist. Desitin kann die uneingeschränkte Verwendung seines Gendiagnostik-Kits solange nicht empfehlen, bis die Abrechenbarkeit der Labordiagnostik auch beim neuen EBM geklärt ist. Wir hoffen, dass dies im letzten Quartal dieses Jahres erfolgt ist.

 

Ihr Desitin-Diagnostik-Team