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Was ist eine Wunde und welche Formen der Wundheilung gibt es?

Sobald ein Körpergewebe durch Verletzungen oder Krankheiten unterbrochen wird, bezeichnet man dies als Wunde. Die meisten Wunden kommen durch äußere Gewalteinwirkungen zustande und rufen unterschiedlich schwere Hautverletzungen hervor. Auch innere Organe können eine Wunde haben. Die Wundheilung läuft in der Regel immer nach dem gleichen Prinzip und in bestimmten Phasen ab. Der Körper versucht so, den Schaden schnellstmöglich durch das körpereigene, ausgefeilte Reparaturprogramm zu beheben. Wie gut das funktioniert und eine Wunde heilt, hängt davon ab, wie groß und wie tief die Wunde ist, wodurch sie entstanden ist und wieviel Gewebe dabei zerstört wurde. Je nach Art der Verletzung werden Wunden in der Medizin in drei Formen der Wundheilung unterteilt: primäre Wundheilung, sekundäre Wundheilung und regenerative Wundheilung.

 

Primäre Wundheilung: Schnell und unkompliziert

Die primäre Wundheilung findet statt, wenn eine glatte Wunde vorliegt, bei der die Wundränder nicht weit auseinander liegen. Dies ist beispielsweise bei einer Operationswunde oder bei einer Schnittverletzung der Fall. Die Wunde enthält kein abgestorbenes Gewebe und ist auch nicht verunreinigt. Die umliegende Haut ist gut durchblutet und die Heilung geht meist problemlos und sehr schnell vonstatten. Begleitende Wundödeme und Entzündungen sind eher selten und oft nur schwach vorhanden. In der Regel dauert die primäre Wundheilung drei bis sechs Tage.

 

Sekundäre Wundheilung: Großflächige und komplizierte Wunden

Von sekundärer Wundheilung wird gesprochen, wenn es sich um eine großflächige Wunde handelt, bei der Hautgewebe fehlt. Beispiele für solche Wunden sind: Hundebiss, starke Verbrennung oder tiefe Druckgeschwüre. Diese Geschwüre entstehen vorwiegend bei immobilen Patienten, die den erhöhten Druck beim dauerhaften Liegen nicht durch Bewegung ausgleichen können. Diese Art der Wunden kann nicht genäht werden. Die Wunden wachsen von unten zu. Da die Heilung Wochen bis Monate andauern kann, ist die Wunde besonders anfällig für Infektionen. Deshalb ist hier eine gute Wundversorgung besonders wichtig.   

 

Regenerative Wundheilung: Wunden ohne Narbenbildung

Die regenerative Wundheilung oder auch epitheliale Wundheilung genannt, beinhaltet oberflächliche Verletzungen, bei denen nur die Epidermis (oberste Hautschicht) und Teile der Lederhaut verletzt sind. Bei diesen oberflächlichen Wunden regeneriert sich die Haut und es bleiben keine sichtbaren Narben zurück. Dies ist beispielsweise bei leichten Schürfwunden der Fall. Ist die Wundheilung abgeschlossen, ist kein Unterschied zwischen ehemaliger Wunde und der darum liegenden Haut zu erkennen.