Unsere Haut

Sicher eingehüllt: Die Hautschichten und ihre Funktionen

Die Haut ist ähnlich wie eine Zwiebel aus unterschiedlichen Schichten aufgebaut. Sie wird untergliedert in die drei großen Schichten Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subkutis), die sich wiederum in weitere Schichten aufteilen. Jede Hautschicht hat dabei eine ganz bestimmte Struktur und erfüllt definierte Funktionen.

 

Oberhaut (Epidermis)

Die Epidermis ist die äußerste, sichtbare Hautschicht und setzt sich aus den folgenden fünf verschiedenen Schichten zusammen: Hornschicht, Glanzschicht, Körnerschicht, Stachelzellschicht und Basalschicht. Da die Epidermis unser Schutzschild gegen äußere Einflüsse ist, steht sie unter besonderer Belastung. Die äußere Hornschicht muss intakt sein. Wird sie durch Verletzungen oder Ekzeme geschädigt, können Keime und schädliche Substanzen ungehindert in die Haut eindringen. Deshalb wird die äußere Hautschicht fortlaufend erneuert. Ein vollständiger Erneuerungszyklus der Oberhaut dauert im Durchschnitt vier Wochen. Ist die Haut einmal verletzt, werden für den Wundverschluss aus der Basalschicht der gesunden Haut heraus neue Hautzellen gebildet. Von dort aus schieben sich die Zellen zur Hautoberfläche vor. Bei dieser Zellwanderung kommt es zur Verhornung der Zellen, die als Keratinisierung bezeichnet wird. Die Regeneration der Haut ist erst abgeschlossen, wenn sich eine neue, belastbare Oberhaut gebildet hat, die den Körper vor allen äußeren Einflüssen schützen kann.

 

Lederhaut (Dermis)

An die Basalschicht der Oberhaut grenzt die sogenannte Lederhaut an. In ihr befinden sich Blutgefäße, Muskel- und Nervenfasern sowie Schweißdrüsen und Haarwurzeln mit Duft- und Talgdrüsen. Die Lederhaut ist dicker als die Oberhaut und wird in zwei Schichten eingeteilt: die äußere Zapfenschicht und die innere Netzschicht. Diese Schichten sind nicht voneinander abgegrenzt, unterscheiden sich aber in Dichte und Anordnung des Gewebes und sorgen für die nötige Festigkeit unserer Haut. Außerdem versorgt die Lederhaut die Oberhaut mit Nährstoffen und übernimmt den Abtransport von Schadstoffen. Weiterhin werden hier Druck-, Tast-, Vibrations-, Temperatur- und Schmerzreize verarbeitet.

 

Unterhaut (Subkutis)

Die Unterhaut ist eine Art unter der Lederhaut gelegenes „Polster“. Sie ist die dritte Schicht unserer Haut und besteht aus lockerem Binde- und Unterhautfettgewebe. Feste Fasern der Lederhaut reichen bis in die Unterhaut hinein. Die Unterhaut ist reich an Fettzellen, die vor allem Wärme und Nährstoffe speichern können. Die Dicke dieser Schicht ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise Geschlecht, Alter und Ernährungsgewohnheiten.