Therapie der Alkoholsucht
In Deutschland werden jährlich ca. 29.000 stationäre und 10.000 ambulante Abhängigkeitsbehandlungen durchgeführt. Begleitet und unterstützt werden sollten Abhängige durch Angehörige, Beratungsstellen und Hausärzte. Vor Beginn einer Therapie besteht für den Patienten die Notwendigkeit, sich zunächst einzugestehen, dass er alkoholabhängig ist und die Sucht als Krankheit zu akzeptieren. Hat der Betroffene diese zwei Hürden gemeistert und ist er willens, die Abhängigkeit zu bekämpfen, wird die individuelle medikamentöse und psychotherapeutische Therapie festgelegt. Die Behandlung beginnt mit dem akuten Entzug, der stationär aber auch ambulant unter Aufsicht durchgeführt werden kann. Um die körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen so gering wie möglich zu halten, wird der Patient in dieser Phase durch unterschiedliche Medikamente unterstützt. In der anschließenden Alkohol-Entwöhnungsphase setzt man schon seit längerer Zeit Arzneimittel ein, die den Genuss von Alkohol verhindern oder das Verlangen vermindern. Ob und welche Therapieoption für einen Patienten in Frage kommt, entscheidet der behandelnde Arzt.


