Opioidabhängigkeit – eine schwerwiegende Erkrankung
Opioidabhängigkeit ist eine komplexe chronische Krankheit. Das zwanghafte Verlangen nach Drogenkonsum (meist Heroin) führt dazu, dass trotz schwerwiegender gesundheitlicher, sozialer und teils auch strafrechtlicher Folgen die Betroffenen immer wieder Drogen konsumieren. Opioidabhängigkeit ist verbunden mit einer hohen Erkrankungs- und Sterberate. Derzeit leben in Deutschland ungefähr 180.000 Opioidabhängige, davon werden ca. 70.000 mit sogenannten Substitutionsmitteln (Ersatzstoffe für Heroin) behandelt.
Wege aus der Sucht
Die Komplexität der Opioidabhängigkeit erfordert eine multiprofessionelle und interdisziplinäre Behandlung. Nur eine Minderheit von 20 % der Betroffenen bleibt dauerhaft abstinent. Kann das Behandlungsziel Suchtmittelfreiheit nicht erreicht werden, ist eine Substitutionstherapie zur körperlichen Stabilisierung, Verminderung der gesundheitlichen Folgeschäden und sozialen Wiedereingliederung mit dem mittelbaren Ziel der Abstinenz angezeigt.


